Quelle: Fotolia

Quelle: Fotolia

Renditeziel 5 Prozent: Lieber ausschütten statt einpacken

//
Es gibt drei wesentliche Erträge aus Geldanlagen: Dividenden, Zinsen und Mieteinnahmen. Bei Aktien erscheint es strategisch klug, nur auf jene Unternehmen zu setzen, die in den vergangenen Jahren stets Dividenden ausgeschüttet haben – auch in Zeiten von Kursverlusten. Schließlich ist die Dividende ein Indiz für die Profitabilität eines Unternehmens.

Je höher die Dividende im Verhältnis zum Aktienkurs, desto höher die Dividendenrendite. Wer jedes Jahr ein Mix aus den Aktien eines Standardwerteindex mit der höchsten Dividendenrendite kauft, hat statistisch betrachtet gute Chancen, bereits im ersten Jahr den Index zu schlagen.

Mit dieser Strategie sollte man jedes Jahr das Depot neu aufstellen, um die dividendenstärksten Titel im Depot zu haben. Besonders hohe Dividenden versprechen in Europa zurzeit Aktien von Unternehmen aus der Telekommunikation und der Energiebranche. Sie schütten im Schnitt 5 Prozent und mehr aus.

Dividendenfonds mindern das Risiko

Allerdings: Beim Kauf einer einzelnen Aktie kann die Dividende auch mal ausfallen. Wer auf die laufenden Erträge angewiesen ist, sollte sich daher ein Paket von Hochdividenden-Aktien aus mehreren Branchen zusammenstellen oder Fonds kaufen, die die Dividendenstrategie umsetzen. Bei guten Dividendenfonds erhält der Anleger nach seinen Kosten 3 Prozent und mehr an Ausschüttungen pro Jahr.
Noch höhere laufende Erträge werfen Zinspapiere aus Schwellenländern ab. Auch in diesem Sektor existieren Fonds, die Zinserträge ausschütten und nicht thesaurieren. Meist beträgt die Ausschüttung 5 Prozent und mehr pro Jahr, da die Zinserträge in vielen Ländern deutlich über jenen etablierter Märkte liegen.

Wer außer Zins und Dividende noch Mieteinnahmen erwirtschaften will, sollte sich über die Börse einen Mix aus guten offenen Immobilienfonds kaufen. 4 Prozent und mehr an Mietausschüttungen sind dabei keine Seltenheit.

Flexible Sachwerte mit 4 bis 5 Prozent Rendite

Fazit: Mit ausschüttenden Fonds, die in Sach-, aber auch in Geldwerte investieren, ist es durchaus möglich, aus seinem Kapitalstock solide und nachhaltig 4 bis 5 Prozent zu erwirtschaften –  ohne Investmentanteile zu verkaufen oder übermäßig zu spekulieren. Aus einer 20.000 Euro-Anlage fließen so pro Jahr 800 Euro und mehr aufs Konto.

Kurzfristig müssen Anleger zwar mit Schwankungen der Anteilswerte rechnen, doch die Chancen, dass zu den Ausschüttungen noch Wertsteigerungen hinzukommen, sind auf mittlere und längere Sicht gut. Gleichzeitig bleiben Anleger flexibel: Das Geld ist, obwohl in Sachwerte investiert, jederzeit zu Marktpreisen veräußerbar.

Zum Autor: Gottfried Urban ist Vorstand der Neue Vermögen AG in Traunstein und einer der Experten von www.vermoegensprofis.de. In DAS INVESTMENT.com äußern sich renommierte Vermögensverwalter in regelmäßigen Kolumnen zu aktuellen Finanz- und Kapitalanlagethemen.

Mehr zum Thema
Asoka Wöhrmann: "Niedrige Ausfallraten und hohe Renditen - das gibt's trotzt Zins-Tristesse"
Sparer-Studie: 67 Milliarden Euro unter der Matratze
Finanzfrage der Woche: Wie funktionieren Anleihen?
nach oben