Rentenmärkte Japanische Verhältnisse in Europa

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Gibt es einen Ausweg für Anleger?

Die Anleger müssen auch weiterhin nach Renditequellen suchen und sich auf niedrigere Bereiche des Bonitätsspektrums verlagern, beispielsweise auf Unternehmensanleihen und Schwellenländer-Lokalwährungsanleihen. Allerdings müssen sie dem Paradigmenwechsel am Rentenmarkt durch einen auf Qualität fokussierten Portfolioaufbau und einen niedrigeren Portfolioumschlag Rechnung tragen.

Unter erschwerten Handelsbedingungen ist dieser Portfolioaufbau ein kritischer Moment der Entscheidung. Als Ausgangsbasis legen die meisten Anleger derzeit noch immer traditionelle nach Marktkapitalisierung gewichtete Anleiheindizes zugrunde. Diese Vorgehensweise hat jedoch massive Nachteile, da diese Indizes naturgemäß die am höchsten verschuldeten Emittenten begünstigen und diese höher gewichten. Dieser Effekt wird durch die derzeitige angespannte Liquiditätslage unserer Ansicht nach noch verstärkt.

Anleger wenden sich daher vielfach an aktive Manager, um die Schwachstellen der Marktkapitalisierung zu umschiffen. Es ist jedoch absehbar, dass vor allem aktive Verwaltungsstrategien mit zwangsläufig höherem Portfolioumschlag durch die höheren Transaktionskosten unter Druck geraten dürften. Darüber hinaus wird die Performance durch erschwerte Handelsbedingungen geschmälert.

Qualität statt Quantität

Als Lösungsansatz für diese Herausforderungen empfehlen wir, die Zahl der Transaktionen zu senken und den Fokus auf Qualität zu legen. Hierzu sollten Anleger auf eine Anlagestrategie setzen, die auf die Qualität der Fundamentaldaten und die Kreditwürdigkeit  des Emittenten setzt sowie einen niedrigen Portfolioumschlag verfolgt, um das Ausfallrisiko zu senken. Genau diese Ziele verfolgt unser Fundamental Fixed Income Ansatz für das Anleihenmanagement seit 2010.

Die komplette Analyse finden Sie hier.