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Replik von Georg Oehm „Lieber Peter E. Huber, auch mit tiefer Vola gibt es Cola“

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Passiv versus Aktiv

Zentrale Funktion unternehmerischen Handelns ist eben genau das, was die meisten Menschen gerne vermeiden: Das Umgehen mit der Unsicherheit. „Passiv forever“ ist dabei sicher kein Erfolgsmodell und Computerprogramme, die versuchen, ausschließlich durch die Analyse der Vergangenheit automatisch Geld zu verdienen, klappen vielleicht manchmal. Wenn aber etwas Neues geschieht – und das ist im richtigen Leben sehr häufig der Fall, dann heisst es gerne: Das konnte man nicht wissen, das war unvorhersehbar. Es gilt eben der alte Spruch meines Vaters: „Der Glaube, dass man durch nicht entscheiden eine Entwicklung aufhalten kann, ist sehr weit verbreitet -  ist aber ein Irrglaube. Wer nicht entscheidet, für den entscheiden andere. Die Konsequenzen trägt man dann allerdings trotzdem, auch wenn sie einem hinterher nicht gefallen.“

Auch mit tiefer Vola gibt es Cola

Das Anlagekonzept unseres Deutschland-Fonds verbindet die Erkenntnisse der Behavioral Finance mit der Vorgehensweise von Private Equity. Dass der Anleger viel öfter das Problem ist, als die von ihm gewählte Anlage, ist das Eine. Aber auch die Art, wie man eine Anlage prüft und auswählt, spielt eine große Rolle. Private Equity geht da ganz anders vor als Public Equity.

Nur eine Zahl: 90. Im Schnitt sind die Unternehmen, deren Aktien sich in unserem Publikumsfonds befinden, mehr als 90 Jahre alt. Viele existieren seit dem vorletzten Jahrhundert und haben schon ganz andere Krisen überstanden, als die von denen heute gesprochen wird. Wir suchen nicht nach diesem Kriterium aus, aber unser seit vielen Jahren bewährter Suchprozess führt zu einer Auswahl mit diesem Merkmal. Gemerkt haben wir das übrigens erst im letzten Jahr. In Kombination mit einer aktiven Anlagequotensteuerung erzielten wir in den letzten drei Jahren eine Performance wie der DAX, aber mit der halben Vola. Deshalb gibt es Cola.

Ich trinke allerdings lieber ein Glas Wein oder jetzt im März zum ersten Mal nach längerer Zeit wieder mal einen Schnaps von Rosche. Das ist die Brennerei der Familie meiner Mutter - und die wird im März 2017 genau 225 Jahre alt. Glückwunsch Jo!

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