Reserven aufstocken Welche Zentralbanken das meiste Gold hamstern

Russlands Zentralbankchefin Elvira Nabiullina mit neuen Rubel-Banknoten: In den vergangenen Monaten gehörte Russland zu den Top-Goldkäufern | © Getty Images

Russlands Zentralbankchefin Elvira Nabiullina mit neuen Rubel-Banknoten: In den vergangenen Monaten gehörte Russland zu den Top-Goldkäufern Foto: Getty Images

Zentralbanken langen zu. Im ersten Halbjahr 2018 kauften die weltweiten Währungshüter 193,3 Tonnen Gold, meldet das World Gold Council (WGC). Das entspricht einem Anstieg von 8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 und das stärkste Halbjahr seit 2015. 193,3 Tonnen Gold sind derzeit rund 7,5 Milliarden Dollar wert.

Die drei größten Käufer sind die Zentralbanken von Russland, Türkei und Kasachstan, die 86 Prozent der gesamten Käufe verantworteten. Zum ersten Mal seit 1978 wieder auf der Käuferseite ist Ägypten. Auch Indien, Indonesien, Thailand und die Philippinen seien nach einigen Jahren wieder zurückgekehrt, heißt es in dem Bericht weiter.

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Dabei haben die Analysten des WGC drei Gründe ausgemacht:

Streuung

Zentralbanken aus den Schwellenländern sitzen auf großen Dollar-Reserven und suchen im Gold einen Gegenpol als Sicherung.

Rebalancieren

Laut WGC könnten die Goldkäufe auch eine Reaktion darauf sein, dass die allgemeinen Währungsreserven seit der Finanzkrise gestiegen sind. Um das ursprüngliche Gleichgewicht zwischen Währung und Gold wieder herzustellen, kaufen die Banken nun nach.

Management

Manche Zentralbanken handeln mit Gold, um Gewinne zu erzielen. Sie könnten also jetzt eine Gelegenheit wahrgenommen haben.