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Reststrafe bezahlt: Göker kann zurück nach Deutschland

MEG Awards 2007: Mehmet Göker überreicht Siegelring und verlangt ewige Treue von seinem Mitarbeiter. Quelle: sternfilm / Ulf Schaumlöffel
MEG Awards 2007: Mehmet Göker überreicht Siegelring und verlangt ewige Treue von seinem Mitarbeiter. Quelle: sternfilm / Ulf Schaumlöffel
Noch vor etwa einem Monat warteten Polizisten mit Handschellen vor dem Kasseler Amtsgericht. Sollte Mehmet Göker zu seinem Prozess erscheinen, wäre er vermutlich verhaftet worden. Grund dafür waren knapp 200.000 Euro – ein Teil der 2008 verhängten Geldstrafe von 720.000 Euro, den Göker noch nicht bezahlt hatte. Der Prozess fand in Kassel ohne den Angeklagten statt.

Nun soll der Chef des bankrotten Versicherungsvermittlers Meg die Reststrafe überwiesen haben. Das berichtet die „Hessische/Niedersächsische Allgemeine Zeitung“ (HNA). Die Staatsanwaltschaft habe den Geldempfang bestätigt, so HNA. Damit steht einer Rückkehr des Deutsch-Türken nach Deutschland nichts mehr im Weg.

Dass Göker auch tatsächlich eine Rückkehr nach Deutschland plant, gab er auf seiner Facebook-Seite bekannt. „Bin nächste Woche in Kassel wegen meinem Umzug nach Kassel zum 1.11.“, schrieb er bereits Anfang Oktober auf seiner Pinnwand. Derzeit führt Göker seine Geschäfte von der Türkei aus.

Die Ermittlungen gegen den Ex-Meg-Chef dauern indes noch an. Ob es zu einer Anklage wegen Insolvenzverschleppung kommt, steht derzeit noch nicht fest.
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