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Der Chart zeigt den Zusammenhang zwischen Industrieproduktion und Unsicherheit an den Finanzmärkten seit dem Jahr 2011. | © DWS

Rezessionsängste

Brexit drückt Wirtschaftsleistung

Selten war die Verunsicherung in Bezug auf die weltweite Wirtschaftspolitik so groß wie in den vergangenen Monaten. Zumindest legt das der von US-Wissenschaftlern berechnete Global Economic Policy Uncertainty Index (GEPU) nahe, der von der Deutsche-Bank-Fondstocher DWS zum „Chart der Woche“ erkoren wurde.

Die Monatsdaten des GEPU reichen in das Jahr 1997 zurück und basieren auf Zeitungsartikeln aus 20 verschiedenen Ländern. Der globale Index bündelt einen nach Wirtschaftsgröße gewichteten Durchschnitt nationaler Trends.

Der Index zeigt, dass der Zusammenhang zwischen den Veränderungen der globalen Unsicherheit und der Industrieproduktion zu Beginn des Jahrzehnts eher schwach war. In den vergangenen zwei Jahren hat sich das stark geändert – nun ist ein Gleichlauf erkennbar.

Michael Saunders von der Bank of England bot jüngst in einem Vortrag Erklärungsansätze für die parallele Entwicklung von Unsicherheit und Wirtschaftsleistung an. Besonders seit dem ursprünglichen Brexit-Termin am 29. März scheint sich die politische Unsicherheit zunehmend negativ auf die Stimmung und das Investitionsverhalten von Unternehmenslenkern ausgewirkt zu haben. Ein Grund dafür könnte sein, dass Unternehmen zunächst mit Investitionsverzögerungen, und nicht -streichungen auf die Brexit-Unsicherheiten reagierten.

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