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Riesenrad-Fonds-Anleger bekommen Geld zurück

Vorbild Riesenrad "London Eye": Mit dem Global View <br> sollten in Berlin & Co. auch Riesenräder entstehen, Quelle: <br> Getty Images
Vorbild Riesenrad "London Eye": Mit dem Global View
sollten in Berlin & Co. auch Riesenräder entstehen, Quelle:
Getty Images
Initiiert hatte den geschlossenen Riesenrad-Fonds Global View eine Tochter des Bankhauses Delbrück Bethmann Maffei. Vertriebspartner war die Deutsche Bank. Dabei hat es aber anscheinend Fehler im Verkaufsprospekt gegeben.

Ein Ehepaar aus Deutschland fühlte sich deswegen falsch beraten und forderte ihre Investitionssumme von 30.000 Euro plus angemessener Zinszahlung zurück. Da das Paar einen Vergleich ablehnte, war es zur Klage vor dem Landgericht Frankfurt gekommen.

Mittlerweile haben die Bankhäuser alle Forderungen der Kläger anerkannt und werden rund 40.000 Euro ans Paar überweisen müssen. Das Gericht erließ daraufhin ein sogenanntes Anerkenntnisurteil (Az.: 2/10 O 339/10).

Der Deutschen Bank zufolge handle es sich aufgrund der Umstände um einen Einzelfall. Juristische Folgen für weitere Fälle ließen sich daraus nicht ableiten. Der Anwalt der Kläger, Tilman Langer, dagegen gab an, dass es in der Klage einzig um Fehler des Prospekts gegangen sei, weswegen das Urteil für alle Anleger bedeutsam sei.

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