Walter Riester: Seine Rente ist immer weniger gefragt. Foto: Postbank

Walter Riester: Seine Rente ist immer weniger gefragt. Foto: Postbank

Riester-Nachfrage bleibt auf niedrigem Niveau

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Wie das Bundesarbeitsministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) berichtet, wurden netto 199.000 neue Riester-Verträge zwischen Juli und September verkauft. Das sind 8,5 Prozent weniger als im Vorquartal und 17 Prozent weniger als im dritten Quartal 2010. Trotz der schwachen Zahlen gab sich das BMAS mit den Absatzzahlen zufrieden. "Dass sich trotz Ferienzeit, anhaltender Finanzkrise und damit zusammenhängender Diskussion über die Sicherheit kapitalgedeckter Altersvorsorge in diesem Zeitraum fast 200.000 Bürgerinnen und Bürger neu für die Riester-Rente entschieden haben, ist positiv zu sehen", so eine Sprecherin des BMAS. Die Allianz Leben nannte als weiteren Grund eine gewisse Sättigung des Marktes. "Die Riester-Rente hat in den vergangenen Jahren einen starken Boom erlebt", heißt es vom Stuttgarter Lebensversicherer. "Und aus einer Phase des Booms heraus sind etwas schwächere Neugeschäftszahlen durchaus normal und üblich." Per Ende September 2011 gab es insgesamt 15 Millionen Riester-Verträge. Die Rente ist vor gut zehn Jahren unter Arbeitsminister Walter Riester als Kompensation für künftige Kürzungen bei der staatlichen Rente eingeführt worden. Wie aus der BMAS-Mitteilung weiter hervorging, dominierten Versicherungspolicen bei der Riester-Rente im dritten Quartal. 84.000 solcher Verträge wurden verkauft, gefolgt von Riester-Fondssparplänen (38.000) und Riester-Banksparplänen (14.000).  

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