Wolfram Erling

Wolfram Erling

Riester-Rente der Union: Aktien bis ins hohe Alter

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Die Auszahlungsphase beginnt frühestens mit Ende des 60. beziehungsweise 62. Lebensjahrs, spätestens mit 67 Jahren. Bis zum 85. Lebensjahr setzt sich die Höhe der monatlichen Auszahlungen dabei aus drei Teilen zusammen:

1. Der gesetzlich garantierte Teil ergibt sich aus dem angesparten Vermögen zu Beginn der Auszahlphase abzüglich des Einmalbeitrags für die Rentenversicherung. Die Summe wird dann durch die Zahl der Monatsraten, die bis zum 85. Lebensjahr geleistet werden, geteilt. Ab dem 85. Lebensjahr übernimmt der Versicherer R+V die monatliche Leistung. Sie wird aus einer Rentenversicherung generiert. Kunden können hierbei zwischen einem Tarif mit oder ohne Todesfallleistung wählen.

2. Aber zurück zur Auszahlphase. Abhängig von den Kapitalmarktbedingungen zum Beginn der Auszahlphase kann Union Investment die gesetzlich garantierte Mindestrate um einen zusätzlichen Garantieteil erhöhen. Dieser basiert auf einem Garantiezins von bis zu einem Prozent. Diesen zusätzlichen Teil errechnet Union Investment einmalig bei Eintritt des Kunden in die Auszahlphase und ist ab der ersten Auszahlung lebenslang garantiert.

Der variable Teil hängt vom Fondsvermögen ab

3. Weiterhin erhält der Anleger einen variablen Anteil. Dieser hängt vor allem von der Wertentwicklung der Fonds ab, in die das Vermögen während der Auszahlphase investiert ist.

Damit die monatliche Rente für den Anleger kalkulierbar bleibt, wird eine relativ konstante Auszahlung angestrebt. „Über die Laufzeit hinweg ist es aber wahrscheinlich, dass die Auszahlungen aufgrund der Kapitalmarktentwicklungen steigen werden“, sagt Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment.

Aktien sollen bis ins hohe Alter beigemischt sein

Bis zum 85. Lebensjahr sollen dabei auch Aktien als Beimischung zum Depot eine Rolle spielen. Die Gewichtung von Aktien und Renten ermittelt Union für jeden einzelnen Kunden an jedem einzelnen Tag. Beim aktuellen Kapitalmarktumfeld kann die Aktienquote bis zu 60 Prozent betragen. Für den Aktienanteil wird ein weltweit investierender Fonds eingesetzt – zu Beginn wird dies der bereits in der Ansparphase verwendete UniGlobal sein. Ein Austausch des Aktienfonds durch Union Investment ist grundsätzlich möglich.

Auf der Rentenseite kommen sieben neu aufgelegte Fonds mit unterschiedlichen Durationen zum Einsatz. Dadurch kann die jeweilige Zinsstruktur passend zur individuellen Vertragslaufzeit abgebildet werden. Das soll Zinsänderungsrisiken minimieren. Das Anlageuniversum beschränkt sich dabei auf Euro-Anleihen aus den OECD-Staaten mit einem guten bis sehr guten Rating.

„Den Startschuss in der Praxis erlebt das Modell Ende 2011. Dann gehen die ersten unserer mehr als 1,8 Millionen Riester-Sparer in den Ruhestand“, so Erling.

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