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Riester-Rente trotz Wirtschaftskrise gefragt

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„Die Riester-Rente ist auf breiter Front weiter auf Wachstumskurs“, lautet das Fazit des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), wenn es um die aktuellen Zahlen geht. Im zweiten Quartal stieg die Zahl der Riester-Verträge um rund 220.000 auf 12,6 Millionen Stück. Diese Entwicklung sei bemerkenswert, da das zweite Quartal eines Jahres traditionell schwächer ausfällt, heißt es vom Arbeitsministerium. Schließlich würden die guten Neujahrsvorsätze meist schon im ersten Quartal umgesetzt. Den Löwenanteil an Riester-Verträgen machen Versicherungen aus: 9,5 Millionen Riester-Policen waren zum zweiten Quartal 2009 im Umlauf. Zwischen April und Juni brachten die Versicherer 132.000 neue Verträge an den Mann. Bei den Investmentfonds fiel der Zuwachs nicht so deutlich aus. 41.000 Neuverträge erhöhten den Bestand zur Jahresmitte auf rund 2,5 Millionen Verträge. Fast verdoppelt hat sich indes die Zahl der Wohn-Riester-Verträge. Waren zum Ende des ersten Quartals noch 34.000 Verträge im Umlauf, erhöhte sich die Zahl in den folgenden drei Monaten auf 66.000 Stück. Die Riester-Banksparpläne legten von 572.000 auf 586.000 Verträge zu. Trotz der positiven Entwicklung zeigt sich das BMAS nicht ganz zufrieden. Man wünsche sich eine steigende Akzeptanz der Riester-Rente unter den Geringverdienern. Denn gerade Menschen mit niedrigen Einkommen brauchen nur geringe Eigenbeiträge zu leisten, um trotzdem die volle Förderung vom Staat abzuräumen. Interessant sei die Riester-Rente zudem für diejenigen, die ihr eigenes Einkommen zusätzlich mit Arbeitslosengeld II aufstocken müssen. Denn diese Aufstocker brauchen praktisch gar nichts selbst zu zahlen. Der geforderte Mindesteigenbeitrag zur Riester-Rente von 60 Euro im Jahr wird in diesen Fällen vom maßgebenden Einkommen abgezogen. Und dann gibt es mehr Arbeitslosengeld II.

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