Egon Wachtendorf, DER-FONDS-Chefredakteur

Egon Wachtendorf, DER-FONDS-Chefredakteur

Riester-Renten gegen Fondssparplan: 10,25 zu 2,75

Das Goethe-Zitat – ausgegraben von Christoph Bruns, Vorstand der Oldenburger Investmentboutique Loys – passt nicht nur perfekt zur fehlenden Aktienkultur in Deutschland, sondern auch zum ersten runden Geburtstag der Riester-Rente.

Zehn Jahre nach deren Start am 11. Mai 2001 stehen 10,25 Millionen Versicherungsverträgen gerade einmal 2,75 Millionen Aktienfonds-Sparpläne gegenüber. Als hätte es vor Riester in Deutschland nie eine Kapitallebensversicherung gegeben.

Zur Umfrage: Soll für Fondssparpläne das gleiche Steuerprivileg wie für Lebensversicherungen gelten?

So betrachtet ist der Fondsverband BVI auf dem richtigen Weg, wenn er wie anlässlich der jüngsten Jahres-Pressekonferenz gebetsmühlenhaft auf die Vorzüge langfristiger Aktienfonds-Sparpläne verweist. Auch wenn entsprechende Berechnungen – siehe Goethe – in den Medien kaum Resonanz finden.

Zumindest in der Politik scheint die Botschaft allmählich anzukommen, wie die jüngste Gleichstellungs-Diskussion zeigt. Angesichts der enormen Fehlallokation privaten Vorsorgekapitals können aber auch die geplanten Steueranpassungen nur ein erster Schritt sein.

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