Egon Wachtendorf,<br/>DER-FONDS-Chefredakteur

Egon Wachtendorf,
DER-FONDS-Chefredakteur

Riestermann und die Brandstifter

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Es sei fraglich, ob die vom "Handelsblatt" beklagte "Massenflucht aus der Altersvorsorge" wirklich irrational sei, meldete sich nur wenige Tage nach dieser Schlagzeile eine Leserin zu Wort. Weil ihr Riester-Vertragspartner ihr Aktien-Depot ausgerechnet auf dem Höhepunkt der Finanzkrise in Anleihen umgeschichtet hat, bezweifelt besagte Leserin mittlerweile, dass bei dieser Art des Vorsorgesparens überhaupt etwas Nennenswertes herumkommt.

Und selbst wenn: Da die gesetzliche Rente später für niemanden zum Leben reiche, müsse der Staat ohnehin etwas zuschießen. Das Argument, das er dazu finanziell gar nicht in der Lage sei, zähle nicht – schließlich könne man nicht Millionen Rentner auf der Straße sitzen lassen. Too big to fail eben, und der Dumme sei der Vorsorgesparer, dessen Geld dann umverteilt werde.

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Eine durchaus verständliche Sicht der Dinge. Aber auch brandgefährlich. Denn sie zeigt: Es geht beim Thema private Altersvorsorge nicht nur darum, die Aktien-Skeptiker zu überzeugen. Sondern auch darum, Gedankenketten dieser Art zu unterbrechen. Und da haben in der Vergangenheit weder Politiker noch Produktanbieter immer die richtige Antwort gegeben.



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