Mann oder Frau – wer holt mehr aus seinem Portfolio? Foto: Fotolia

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Risikobereiter und häufiger Transaktionen getätigt

Sind jetzt doch Männer die besseren Anlegerinnen?

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Da haben wir es! Nachdem in der Vergangenheit oft, sehr oft die Geduld und die Ausgewogenheit von weiblichen Finanzanlegern gerühmt wurde, die zu einer höheren Rendite geführt habe, hat jetzt eine Studie den Beweis für das Gegenteil erbracht. Die DAB Bank hat eine halbe Million Privatanlegerdepots durchforstet und stellt fest: In den Jahren 2013 und 2014 haben Männer die höhere Rendite erzielt.

Im steigenden Marktumfeld 2013 konnten männliche Anleger ihre Position gegenüber den Frauen verbessern — und sie auch im volatilen Finanzjahr 2014 behaupten.

Was genau hat nun zu diesen Ergebnissen geführt? Die Gender-Analysten der DAB Bank sehen die Unterschiede in der Depotstruktur begründet. Männer investierten offensiver und hielten mit 54,4 gegenüber 50,8 Prozent auch einen höheren Anteil von Einzelaktien in ihrem Depot. Frauen dagegen setzten vermehrt auf Investmentfonds (37,2 gegenüber lediglich 33,1 Prozent der Männer).

Der Anteil der Anleihe-Anlagen war bei beiden Geschlechtern mit 7,9 Prozent des Depotvolumens gleichauf. Dafür fanden sich in männlichen Depots – na, wenn das kein Zufall ist – einige spekulative Optionsscheine mehr. Endgültig auf die Überholspur gebracht hat die männlichen Anleger zu guter Letzt jedoch die vermehrte Anzahl von Transaktionen, die sie gegenüber der weiblichen Konkurrenz getätigt haben. Auf 4,0 weibliche kommen immerhin 8,5 von Männern durchgeführte Transaktionen in den vergangenen beiden Jahren.

Man ahnt, dass damit noch nicht aller Tage Abend ist. Das Marktumfeld ändert sich, ebenso wie die Moden auf dem Anlegerparkett. Gut zu wissen, dass da aber wenigstens eine Konstante bleibt: In regelmäßigen Abständen führen viele Geldinstitute Studien wie diese durch und vergleichen das Anlageverhalten von Frauen mit dem von Männern.

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