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Risikobereitschaft macht sich bezahlt Mit Multi-Asset-Strategien durch die Niedrigzinsphase

Christian Tolle, Leiter Produktmanagement/ Client Service der Gothaer Asset Management
Christian Tolle, Leiter Produktmanagement/ Client Service der Gothaer Asset Management
Anlagen auf Sparbüchern, Tagesgeldern, Festgeldern oder Staatsanleihen mit sehr guter Bonität (mit einem Rating der höchsten Stufe AAA) erwirtschafteten nach Abzug von Steuern und Inflationsrate keinen realen Ertrag. Im Gegenteil: Der Anleger verliert mit Sicherheit Vermögen. Aber auch Vermögensmanager müssen Lösungen finden, wollen sie dem Investor mittel- bis langfristig reale Erträge erwirtschaften.

Im Volksmund sagt man: „Die Mischung macht’s“. Dieses Sprichwort gilt mehr denn je auch für das Vermögensmanagement. Eine exzellente Navigation durch die Niedrigzinsphase bieten Multi-Asset-Lösungen.

Hier bieten sich insbesondere solche vermögensverwaltenden Multi-Asset-Fonds an, die von Versicherungen gemanagt werden. Diese sind durch das Management ihres Sicherungsvermögens traditionell daran gehalten, Risiken zu streuen und sich der Mischung der Assetklassen zu stellen.

Versicherungen sind es gewohnt, einerseits risikobewusst und langfristig die Rendite zu maximieren und andererseits auf veränderte Kapitalmarktbedingungen taktisch schnell zu reagieren. In Fragen der Kapitalanlage ist es vor diesem Hintergrund wichtig, einen verlässlichen Partner an seiner Seite zu haben.

Allgemein ist bekannt, dass der Anlageerfolg zu etwa 90 Prozent durch die Verteilung des Kapitals auf die verschiedenen Anlageklassen bestimmt wird. Aufgrund der unterschiedlichen Korrelationen zwischen den Assetklassen wie beispielsweise Renten, Aktien, Rohstoffe, Immobilien oder auch Währungen ergibt sich allein durch die Mischung bereits ein verbessertes Rendite-/Risiko-Verhältnis der Gesamtanlage. Anleger, die in vermögensverwaltende Fonds von Versicherern investieren, können direkt vom Wissen der Kapitalmarktexperten profitieren.

Anlageprozess der Gothaer Asset Management

Um bei volatilen Marktentwicklungen einen erwarteten Ertrag bei gleichzeitig kontrolliertem Risiko zu erzielen, unterliegen bei der Gothaer Asset Management (GoAM) alle Investmententscheidungen einem stringenten Anlageprozess, der sich in drei Stufen gliedert.

Basierend auf zahlreichen Simulationsrechnungen legt die GoAM im ersten Schritt die langfristige strategische Asset Allokation fest. Im zweiten Schritt wird jährlich auf Grundlage des volkswirtschaftlichen Bildes der GoAM und den damit verbundenen Assetklassen-Prognosen die taktische Asset Allokation abgeleitet. Die Aufgabe des Fondsmanagements ist es im dritten Schritt nun, diskretionär Opportunitäten wahrzunehmen und dabei die Risiken fest im Blick zu halten.

Das für die GoAM auch in diesem Jahr zu Grunde liegende Basisszenario fußt auf der Überzeugung, dass sich die Eurozone sukzessive zur Finanzunion weiter entwickeln wird. Rettungsschirme und Sanktionen bleiben dabei die Begleiter.

Durch die Ankündigung der EZB, die Rolle als Kreditgeber der letzten Instanz notfalls auszufüllen, hat die Dominanz der Schuldenkrise bereits merklich an Bedeutung verloren. In diesem Umfeld sollte sich Risikofreude weiter auszahlen: Anlageklassen wie Aktien, Rohstoffe, Emerging Market Bonds, Unternehmensanleihen und High Yield Bonds sollten die konservativen Anlageformen outperformen. In der taktischen Asset Allokation werden diese entsprechend übergewichtet.

Trotz eines nur moderaten globalen Wirtschaftswachstums schaut die GoAM optimistisch auf die Aktienmärkte. Die Unternehmen sind gut aufgestellt und vor allem ist ausreichend Liquidität an den Kapitalmärkten für weitere Investments in Aktien vorhanden. Die Inflation wird in den großen Industrieländern niedrig bleiben.

Schwankungen an den Märkten können für die langfristigen Ziele genutzt werden. Die Kapitalmärkte haben schon zu Beginn des Jahres gezeigt, dass auch 2014 Schwankungen stete Begleiter sein werden. Umso wichtiger ist es, Risiken genau zu identifizieren, breit zu diversifizieren und Gelegenheiten gezielt wahrzunehmen.

Vermögensverwaltende Multi-Asset Fonds mit klaren, für den Anleger nachvollziehbaren Risikoprofilen, liefern genau die Möglichkeiten, um erfolgreich in dieser Niedrigzinsphase zu investieren.
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