Risikostreuung Warum Anleger wider besseren Wissens in offene Messer laufen

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Steigender Zins trifft alle Anlageklassen

Aber verhalten sich die verschiedenen Vermögensklassen immer unterschiedlich? Nein! Ein steigender Nominalzins würde wahrscheinlich alle drei treffen. Der Ausschlag wäre wahrscheinlich unterschiedlich groß, aber dennoch gleichgerichtet. Der selbstgestrickte Excel Kuchen mag in diesem Beispiel drei verschiedene Farben haben, aber ehrlicher wären drei Schattierungen der gleichen Farbe.

Grafik: Ypos Finanzplanung

Diesen Gleichlauf sehen wir momentan in vielen unterschiedlichen Segmenten. Zudem verändern sich auch die Segmente selbst. So wurden früher unter dem Segment „Renten“ typischerweise Anleihen erstklassiger Emittenten verstanden. Heute verbergen sich dahinter gerne auch mal Hybrid-, Nachrang- und sonstige Anleihe Exoten. Diese müssen nicht einmal schlecht sein, aber sie haben sicherlich ein ganz anderes Chance-Risiko Profil, als unsere „klassischen“ Renten. Das dürfte vor allem für Stressphasen gelten. Also genau dann, wenn man eine Risikostreuung zu den Aktien bräuchte.

Auch ein Aktienindex ist kein statisches Gebilde. Die Branchenzusammensetzung ändert sich genauso regelmäßig, wie sich die wichtigen Bewertungskennzahlen ändern. Ein DAX aus dem Jahr 2000 hat andere Charakteristika als heute. Gleicher Name, anderer Inhalt. Es liegt auf der Hand, dass letzteres wichtiger ist.

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