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Riskante Anlagen EZB warnt vor Niedrigzins-Folgen

EZB-Vizepräsident Luis de Guindos (re.) mit Ex-EZB-Chef Mario Draghi: Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank könnte Investoren in riskante Anlagen treiben.
EZB-Vizepräsident Luis de Guindos (re.) mit Ex-EZB-Chef Mario Draghi: Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank könnte Investoren in riskante Anlagen treiben. | Foto: Getty Images

 Die Niedrigzinsen unterstützen zwar die Wirtschaft, erklärt EZB-Vizepräsident Luis de Guindos im halbjährlichen Stabilitätsbericht der Notenbank. Der Anstieg der Risikobereitschaft institutioneller Investoren könne aber mittelfristig Probleme für die Finanzstabilität schaffen.

Der Leitzins im Euroraum liegt seit März 2016 bei null Prozent. Außerdem verlangt die Notenbank Negativzinsen für bei ihr geparkte Gelder. Da institutionelle Investoren wie Investmentfonds und Versicherer in diesem Umfeld trotzdem Geld für ihre Kunden verdienen müssen, könnten sie übermäßige Risiken eingehen, befürchtet die Zentralbank.

Auch in einzelnen Immobilienmärkten könnte dies laut EZB ein Problem sein – vor allem, wenn sich das Preisumfeld wieder ändert.

An ihrer Zinspolitik dürfte die EZB in absehbarer Zeit aber trotzdem nichts ändern. Denn auch die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde kündigte bereits vor ihrem Amtseintritt an, bis auf weiteres an der lockeren Geldpolitik halten zu wollen.

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