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Robert Halver zu Schwellenländern Investments zweiter Klasse oder Champions League?

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Aktien der Schwellenländer müssen Vergleich mit Industrieländern nicht mehr scheuen. Zwar sollten die von der KP in Peking veröffentlichten übertriebenen Wachstumszahlen als chinesisches Volksmärchen eingestuft werden: Zu schön, um wahr zu sein. Doch es ist nicht dramatisch, dass die Emerging Markets nicht mehr an die früher üppigen Wachstumsraten anknüpfen können, im Gegenteil. Lieber überschaubares, nachhaltiges, substanzstarkes als blasenhaftes Wachstum, das früher oder später platzt.

Dennoch ist das Gewinnwachstum der Unternehmen in den Schwellenländern formidabel und stützt den Aktienaufschwung zusätzlich. Zudem sind Aktien der Schwellenländer im Vergleich zu den USA, Eurozone und Deutschland mit deutlich niedrigerem Kurs-Gewinn-Verhältnis ausgestattet.
 
Grafik: Bewertungsvergleich Schwellenländer, USA, Eurozone, Deutschland

Angesichts ihrer stabilen Fundamentaldaten und mit Blick auf die zunehmende geopolitische Bedeutung ist die markante Performance-Lücke der Schwellenländer zu den etablierten Industrieländern nicht mehr gerechtfertigt.
 
Auch in den Schwellenländern trennt sich die Spreu vom Weizen

Allerdings laufen die asiatischen Aktienmärkte den lateinamerikanischen den Rang ab. Große und konsumstarke Binnenmärkte auch in Indien und Indonesien sowie eine stetig wachsende Bedeutung asiatischer Unternehmen in Zukunftsbranchen wie Internet, Elektromobilität und Digitalisierung zählen mehr als die Stabilisierung der Rohstoffpreise für etwa Brasilien. Aufgrund der Opec-Spaßbremse Schieferöl ist deren Fortsetzung ohnehin mehr als fraglich.
 
Grafik: Schwellenländer Asiens gegenüber Lateinamerika

Die Schwellenländer spielen in der Champions League der internationalen Aktienmärkte mit. Also besteht genügend Anlass, im Depot etwas Platz für Aktien vor allem der asiatischen Volkswirtschaften zu machen. Regelmäßige Aktiensparpläne sind dazu ein vortreffliches Instrument.

Autor Robert Halver leitet die Kapitalmarktanalyse der Baader Bank in Frankfurt.

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