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Fieber messen im Krankenhaus von Wuhan, China: Der Coronavirus bedroht auch Konjunktur und Börsenkurse. | © Getty Images Foto: Getty Images

Robert Halver zur Virus-Krise

Menetekel für Konjunktur und Finanzmärkte

Die Macht der Bilder und Meldungen verfehlt ihre Wirkung nicht. Wenn China circa 60 Millionen Menschen in Quarantäne steckt, arbeitet das Kopfkino auf Volllast. Nicht zuletzt ist der Boden für Gerüchte gedüngt: Peking schöne doch die Zahl der Infizierten und Verstorbenen dramatisch.

Einige sprechen sogar von einem Killervirus, der aus einem geheimen chinesischen Chemielabor ausbrechen konnte. Sars hatte doch auch seinen Ursprung in China. Ohnehin ist die Bedrohung nicht weit weg, wie zum Beispiel die Brände in Australien.

Das chinesische Jahr der Ratte hat nicht gut begonnen 

Der Virus hat sich längst ins Flugzeug gesetzt und sich in Europa und Deutschland ohne anzuklopfen Zutritt verschafft. In Zügen, Flugzeugen oder auf der Straße tragen immer mehr Nicht-Asiaten Mundschutz. Die schlimmsten Hollywood-Thriller scheinen plötzlich Realität zu werden. Ich erinnere mich an meinen Französisch-Unterricht in der Schule. Damals haben wir La Peste von Albert Camus gelesen.

Experten rechnen ähnlich wie bei Sars und der Schweinegrippe mit einer Pandemie. Das Tückische am Coronavirus ist, dass man ihn weitergeben kann, lange bevor man weiß, dass man selbst angesteckt ist.

Das Virus zwischen panischer und nüchterner Betrachtung

China als aufstrebende Supermacht will sich jedoch keinen unprofessionellen Umgang wie bei der Sars-Epidemie 2002/2003 vorwerfen lassen und zeigt eindeutig Handlungsfähigkeit. Grundsätzlich soll der Infektionsverlauf bei gesunden Menschen mit robustem Immunsystem vergleichsweise milde verlaufen.

Der Verweis auf rund 25.000 Grippetote in Deutschland 2017/18 soll nicht zynisch klingen, sondern die Relation aufzeigen. Tatsächlich sagte mir mein eigener Hausarzt, man solle sich mehr vor dem normalen Grippe- als vor dem Corona-Virus sorgen.

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