LinkedIn Das Investment Instagram Das Investment Facebook Das Investment Xing Das Investment Twitter Das Investment
Suche
Lesedauer: 7 Minuten

Gold, Öl & Co. So entwickeln sich Rohstoff-Fonds

Ölförderanlage in China.
Eine Ölförderanlage in China: Der Amundi Aktien Rohstoffe, dessen Vermögen in Öl, Gas, landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie in die Verpackung von Lebensmitteln, liegt im laufenden Jahr im Plus. | Foto: Imago Images / Zuma Wire

In Sachen Inflation dürfte eine bekannte Weisheit bereits zu spät kommen. Die Teuerung scheint ein Schrecken ohne Ende zu bleiben – insbesondere, solange aus EZB und Kanzleramt keine Basta-Ansagen im Sinne von Mario Draghis „Whatever it takes“ zu hören sind. Denn die Preise schießen seit Langem in die Höhe. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend unterbrochen, doch seit knapp einem Jahr geht es munter weiter. Ganz vorne dabei auch ein Küchen-Allrounder: Butter mit einem Preisanstieg von 50 Prozent in weniger als drei Monaten.

Die Preissteigerungen haben die Inflation in Deutschland auf den höchsten Stand seit fast 50 Jahren getrieben. Im Mai lagen die Verbraucherpreise 7,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt errechnete. Nun kann Experten zufolge noch ein weiterer Horror dazukommen, der Mix aus steigenden Preisen und einer schrumpfenden Wirtschaftsentwicklung: Stagflation nennt sich dieses aus den 70er Jahren bekannte Monster in der Bärenhöhle.

Anleger kennen seit mehr als einem Jahrzehnt nur eine expansive Geldpolitik der Notenbanken inklusive marginalisierter Zinsen. Nun machen Zinswende, Inflation und geopolitische Krisen den Investoren zu schaffen. Käme da ein schützendes Investment nicht gerade recht? Gold besitzt diesen Ruf, und das nicht ohne Grund: Mit einer Feinunze des Edelmetalls konnte man vor 2.500 Jahren 350 Laibe Brot kaufen. Und heute? Fast genauso viele, weshalb das Krisenmetall den Ruf als härteste Währung der Welt durchaus verdient hat. Dem stimmt  auch Joe Foster zu, Portfoliomanager und Goldstratege bei Vaneck: „Wir betrachten Gold als eine Art finanzielle Risikoversicherung.“

Wer aber auch Gewinne möchte, sollte nicht allein auf Goldbarren setzen. Denn das bringt weder Zinsen noch Dividenden ein. Nun, was dann? Glücklicherweise müssen Anleger nicht das Edelmetall horten, um davon zu profitieren. Sie können ihr Vermögen auch in Goldminenfonds stecken. Das Geld dieser Produkte fließt in Firmen, welche sich in der Wertschöpfungskette des Edelmetalls befinden, etwa Bergbau-Unternehmen.

Quelle Fondsdaten: FWW 2022

Ein glänzendes Beispiel dafür ist der Konwave Gold Equity (ISIN: LU0223332320), der in den vergangenen fünf Jahren einen Wertzuwachs von 36,1 Prozent erzielte (siehe Tabelle; Stand: 30. Juni 2022). Der Fonds steht unter der Leitung von Erich Meier und Walter Wehrli. Dabei setzen die Manager auf mittlere und kleine Edelmetallgesellschaften. „Im Small-Cap-Bereich haben viele Manager ihr eigenes Geld in ihrem Unternehmen, sodass ihre Interessen mit denen der Anleger übereinstimmen“, erklärt Meier.

>>>Vergrößern

Tipps der Redaktion
Foto: In welche Branchen lohnt ein Investment?
Umfrage zu RohstoffenIn welche Branchen lohnt ein Investment?
Foto: Rohstoffe werden auch für Anleger wichtig
Inflation, Energiewende und Ukraine-KriegRohstoffe werden auch für Anleger wichtig
Foto: Von der Renaissance der Rohstoffe weiter profitieren
Stolls Fonds der WocheVon der Renaissance der Rohstoffe weiter profitieren