Rohstoffe: Die besten Fonds für den Superzyklus

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Wer allerdings mehr als nur die Preisentwicklung der Rohstoffe mitnehmen will, ist mit Minenaktien besser beraten. Sie haben eine Hebelwirkung: Steigt der Rohstoffpreis, klettert der Kurs der Aktie deutlich schneller in die Höhe. Schließlich können die Unternehmen ihre Ausbeute nun teurer verkaufen, während ihre Kosten annähernd gleich bleiben. Abhängig von den Profitmargen der Firmen, ist der Hebel von Aktie zu Aktie verschieden. Explodieren jedoch gleichzeitig die Energiekosten, steigen die Löhne, gibt es ein Grubenunglück oder neue Umweltauflagen, kann der Hebel auch schnell wieder weg sein. Einzelinvestments sind darum nur etwas für Zocker, Fonds sind die sicherere Variante. Wichtig bei der Auswahl sind vor allem geologisches Wissen und langjährige Erfahrung der Fondsmanager. „Sie müssen sich die Minen ansehen, mit den Geologen vor Ort sprechen und die Aussagen beurteilen können“, sagt Ansgar Guseck, Vorstand von Sauren Fonds-Research.

Die besten Rohstoffmanager

Geologe Evy Hambro von Blackrock, dem größten Vermögensverwalter der Welt, ist zweifelsohne jemand, auf den das zutrifft. Der Manager des BGF World Mining wird von einem 13-köpfigen Team unterstützt, das zu mehr als der Hälfte aus Geologen oder Geophysikern besteht. Hambro investiert ausschließlich in Aktien von Unternehmen, die Basis- und Edelmetalle fördern – Eisenerz für Infrastrukturprojekte, Kupfer für Kraftfahrzeuge oder Gold gegen Inflationsangst. Hambro: „Wir suchen Firmen mit niedrigen Kosten. Sie sollten zudem schon heute Rohstoffe fördern und Cash generieren.“ Knapp die Hälfte des Portfolios besteht aus Gesellschaften, die oft über 20 Minen mit verschiedenen Rohstoffen betreiben.

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