Rohstoffmarkt „Diese Investments sind Brennstoffe fürs Depot“

Ölförderanlage: Energierohstoffe bieten laut Dominik Poiger gute Anlagechancen, auch wenn der aktuelle Handelsstreit den internationalen Handel vorübergehend verlangsamen dürfte. | © Pixabay

Ölförderanlage: Energierohstoffe bieten laut Dominik Poiger gute Anlagechancen, auch wenn der aktuelle Handelsstreit den internationalen Handel vorübergehend verlangsamen dürfte. Foto: Pixabay

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Dominik Poiger, Vaneck

Welchen Vermögenswerten gehört die Zukunft? Wer diese Frage mit Sicherheit richtig beantwortet, der braucht sich – zumindest finanziell – keine Sorgen mehr machen. Nur leider, man ahnt es schon, gibt es einen Haken: Kein Mensch, auch nicht der exzellenteste Marktanalyst der Welt, kann vorhersehen, was die Zukunft bringt.

Unvorhersehbare Ereignisse können von jetzt auf gleich die Finanzmärkte auf den Kopf stellen. Erinnert sei zum Beispiel an die Turbulenzen am US-Hypothekenmarkt, die vor gut einem Jahrzehnt die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit auslösten.

Das Zauberwort heißt Diversifikation

Das Zauberwort für Anleger lautet daher: Diversifikation. Wer sein Kapital in verschiedene Anlageklassen und Regionen investiert, streut sein Risiko. Verliert das eine Asset an Wert, kann das andere womöglich die Verluste kompensieren oder begrenzen.

Auf Dauer dürften Investoren, die über ein diversifiziertes Portfolio verfügen, den alltäglichen Schwankungen an den Börsen relativ entspannt entgegensehen. Neben klassischen Assets wie Aktien und Anleihen haben sich Rohstoffe als eigene Anlageklasse etabliert.

Da Rohstoffmärkte anderen Marktzyklen als Aktien und Anleihen unterliegen, bewegen sich ihre Kurse weitgehend unabhängig von denen anderer Anlageklassen. Im Portfolio stellen sie deswegen einen wichtigen Stabilitätsfaktor dar. Das gilt insbesondere in konjunkturellen Hochphasen, in denen es am Aktienmarkt – in Erwartung einer Abkühlung – bereits zu Kursverlusten kommt.

Ist die Stunde der Rohstoffe gekommen?

Angesichts geopolitischer Risiken, dem Ende der expansiven Geldpolitik und dem ins Stocken geratenen Aufschwung am US-Aktienmarkt könnte nun die Stunde der Rohstoffe gekommen sein. Im laufenden Jahr könnten sie sich als die am besten performende Assetklasse herauskristallisieren.

Zugleich sollten sich Anleger jedoch stets im Klaren sein, wie vielfältig die Welt der Rohstoffe ist. So gibt es fünf Kategorien, die auch als „Hard Assets“ bezeichnet werden: Energie wie Öl, Benzin und Gas, Landwirtschaft wie Getreide, Vieh und Zucker, Industriemetalle wie Kupfer, Aluminium und Zink, Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin sowie Forstprodukte wie Papier und Holz. Anleger können entweder in die an den Börsen gehandelten Waren direkt investieren oder sich Aktien von Rohstoffunternehmen wie beispielsweise Minenbetreiber ins Depot legen.