Klaus-Dieter Erdmann, Veranstalter und Mitbegründer des VV-Fonds-Messekongresses funds excellence (Foto: Uwe Nölke)

Klaus-Dieter Erdmann, Veranstalter und Mitbegründer des VV-Fonds-Messekongresses funds excellence (Foto: Uwe Nölke)

Rückblick auf die funds excellence 2014

„Wir wollen die Transparenz erhöhen“

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DAS INVESTMENT.com: Wie lautet Ihr Fazit zur diesjährigen funds excellence?

Klaus-Dieter Erdmann:
Von den Besuchern haben wir viele positive Rückmeldungen zum Konzept, den Vorträgen und Paneldiskussionen erhalten. Es gab aber auch berechtigte Kritik an einigem, was nicht so funktioniert hat. So war die Vortragsdichte zu hoch. Aber insgesamt nutzten die Besucher die Möglichkeiten, die anwesenden Asset Manager und deren Konzepte kennenzulernen und auch zu hinterfragen.

Sie haben die funds excellence um das Thema Philanthropie erweitert, zudem fand parallel die art excellence statt. Was ist der Hintergrund?


Geld nicht nur zu wahren und zu mehren, sondern damit auch etwas zu bewegen, wird für viele Anleger immer wichtiger. Philanthropische Aktivitäten rücken deshalb bei vielen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Daher möchten wir mit dem Forum Philanthropie eine Plattform schaffen, über Gründe für philanthropisches Engagement und den Umgang damit auf der Seite der Finanzdienstleister zu diskutieren.

Zudem stehen heute auch vermehrt Investitionen in Kunst im Blickpunkt. Da der Umgang mit Kunst hohe Professionalität erfordert, bieten wir mit der art excellence die Möglichkeit, Einblicke in den Kunstmarkt und seine Mechanismen zu nehmen sowie Formen des Kunst-Investments und deren Wertermittlung zu diskutieren.

Was waren auf der funds excellence die drängendsten Fragen der Branche?


Es wurde viel über die aktuelle Kapitalmarktsituation – die sogenannte „meistgehasste Hausse“ – und über Prognosen der nächsten Monate gesprochen. Viele Vermögensverwalter sind bisher nur mit angezogener Handbremse an den Kapitalmärkten mitgefahren und stehen vor der Frage, ob sie diese lösen oder stärker anziehen sollten.

Zudem wurde auch die „Aktiv oder Passiv“-Diskussion geführt und daraus abgeleitet die Notwendigkeit diskutiert, Kunden über Risikomanagement aufzuklären: Die vergangenen fünf Jahre seit 2009 haben passive Investments begünstigt, sodass nun vermehrt über die Vorteile von ETFs und deren Outperformance gegenüber aktiv gemanagten Konzepten berichtet wird.

Aber was passiert mit dem ETF in Abwärtsphasen, und kann der Kunde diese Verluste wirklich aushalten? Dem Anleger müssen die Chance-Risiko-Profile beider Varianten verständlich aufgezeigt werden, sodass er diese einordnen kann.

Mit MMD scannen Sie den gesamten VVFonds-Markt. Bei wie vielen von den Fonds geht das zugrunde liegende Konzept auf?


Viele Asset Manager machen einen guten Job, aber keiner kann den Markt oder seine Peergroup in jedem Jahr outperformen. Es gibt jedoch einige, die dies in sieben oder acht von zehn Jahren schaffen. Diese zu finden, ist die Kunst. Aber auch nicht jeder vermögensverwaltende Fonds passt auf jeden Kunden. Deshalb verfolgen wir mit der Veranstaltung auch unseren Ansatz, Transparenz und Vergleichbarkeit zu erhöhen.

Was haben Sie sich für die funds excellence 2015 vorgenommen?


Wir werden das Vortragsprogramm sicherlich auflockern. Den fachlichen Charakter der funds excellence, aktuelle Themen-Diskussionen rund um Stiftungen und Family Offices sowie die Exklusivität der ausstellenden Asset Manager möchten wir wieder stärker hervorheben.

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