- Rüstungs-ETFs im Überblick Seite 1
- Vaneck Defense ETF Seite 2
- Nato-Fonds von Han-ETF Seite 3
- iShares Global Aerospace & Defence ETF Seite 4
- Global X Defence Tech ETF Seite 5
- Invesco Defence Innovation ETF Seite 6
- First Trust Indxx Global Aerospace & Defence ETF Seite 7
- Wisdomtree Europe Defence ETF Seite 8
- Futur of European Defence ETF Seite 9
- Amundi Stoxx Europe Defense ETF Seite 10
- BNPP Easy Bloomberg Europe Defense ETF Seite 11
- Global X Europe Focused Defence Tech ETF Seite 12
- SPDR S&P Europe Defense Vision ETF Seite 13
- Xtrackers Europe Defence Technologies ETF Seite 14
- Future of Defence Indo-Pac ex-China ETF Seite 15
- US-Industrie-ETF als Alternative Seite 16
- Europa-Industrie-ETF als Alternative Seite 17
- Rüstungs-ETFs: Chancen und Risiken Seite 18
Die geopolitischen Spannungen und die höheren Verteidigungsausgaben in der Nato treiben die Nachfrage nach Rüstungsaktien und Rüstungs-ETFs. Nachdem US-Präsident Donald Trump bereits seit Längerem eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben gefordert hatte, haben sich die Nato-Mitgliedsländer nun auch formal verpflichtet, spätestens von 2035 an 5 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung und Sicherheit zu investieren.
Die massiven Investitionen in Verteidigung könnten Rüstungs-Aktien langfristig Auftrieb geben. Wie können Anleger von diesem Trend profitieren? Dieser Artikel analysiert und vergleicht die wichtigsten Anlageoptionen im Verteidigungssektor und zeigt, worauf Investoren bei der Auswahl achten sollten.
Was ist ein Rüstungs-ETF?
Doch wie können Anleger in Verteidigungsgüter investieren? Neben Aktien von Rüstungskonzernen (siehe unten), bieten Verteidigungs-ETFs eine breit gestreute Möglichkeit, an der derzeitigen Marktentwicklung zu partizipieren. Daneben nutzen auch Anbieter wie LBBW Asset Management, Deka Investment, CPR Asset Management, Degroof Petercam Asset Services, Hansainvest und die Privatbank M.M. Warburg das Momentum und legen sogenannte Sicherheits-Fonds auf. Andere, wie die DWS, sind bereits länger mit relativ breit diversifizierten Fonds im Bereich kritische Infrastruktur aktiv.
Einer Analyse von Scope zufolge liegen die laufenden Kosten der aktiv gemanagten Rüstungsfonds mit 1,20 bis 1,95 Prozent allerdings deutlich über denen der Rüstungs-ETFs mit 0,18 bis 0,65 Prozent.
Ein Rüstungs-ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der in Unternehmen investiert, die im Bereich Verteidigung tätig sind. Aufgrund seines spezifischen Schwerpunkts zählt er damit zu den Themen-ETFs.
Die enthaltenen Unternehmen produzieren Ausrüstung für das Militär. Dazu gehören beispielsweise:
- Waffen und Waffensysteme,
- Munition,
- Militärfahrzeuge,
- Kommunikations- und Überwachungstechnologie,
- Güter für Überschwemmungsbekämpfung oder Schutz vor Feuer.
Rüstungs-ETFs im Überblick
Aus zwei mach' 18: Am 31. März 2023 legte Vaneck seinen Defense ETF auf. Im Juli 2023 folgte der Han-ETF Future of Defence ETF. Bis Ende 2025 ist die Zahl der Verteidigungs-ETFs deutlich angestiegen – auch durch den Hype um europäische Rüstungs-ETFs.
Besonders hervorzuheben ist hier der Wisdomtree Europe Defense ETF, der als erster ETF mit klarer Europa-Ausrichtung innerhalb weniger Monate ein Fondsvolumen von 3 Milliarden Euro erreicht hat. Inzwischen stehen europäischen Anlegern fast 20 ETFs mit Fokus auf Defence zur Verfügung.
Alle investierbaren Rüstungs-ETFs finden Sie hier:
Spannend: State Street Global Advisors bietet seinen SPDR S&P Europe Defense Vision zum absoluten Kampfpreis an. 0,15 Prozent sind eine echte Ansage an alle anderen ETF-Anbieter – auch wenn eine Erhöhung auf 0,30 Prozent nach einem Jahr bereits angekündigt wurde. Xtrackers zog bei seinem Europa-ETF zwei Monate später mit einem ähnlichen Kostenmodell nach.
Rüstungs-Aktien im Aufwind
Seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine haben die Aktien vieler Rüstungskonzerne satte Kursgewinne eingefahren. Dazu gehören die Aktien von Rheinmetall, Safran, RTX, Leidos und Thales.
- Rheinmetall, der Düsseldorfer Rüstungskonzern, hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Kursentwicklung hingelegt. 2025 hatte sich der Aktienkurs zwischenzeitlich mehr als verdreifacht. Das Unternehmen profitiert von steigenden Aufträgen im Bereich Militärfahrzeuge und Munition. Allerdings sind manche Rüstungs-ETFs wegen strenger Ausschlusskriterien für kontroverse Waffen nicht in Rheinmetall investiert.
- Der Aktienkurs von Safran, dem französische Luft- und Raumfahrtzulieferer, legte von Juni 2021 bis Ende 2025 von rund 91 Euro auf über 300 Euro zu. Der Kursgewinn wurde gestützt durch die Erholung des zivilen Luftverkehrs und solide Triebwerksaufträge. Safrans führende Position bei Flugzeugtriebwerken, besonders durch das Leap-Triebwerk, trägt maßgeblich zum Erfolg bei.
- RTX (ehemals Raytheon Technologies) verdoppelte seinen Aktienkurs von Ende 2023 bis Ende 2025. Das US-Unternehmen, entstanden aus der Fusion von Raytheon und United Technologies, konnte von steigenden Verteidigungsausgaben und der Erholung der zivilen Luftfahrt profitieren. RTX ist besonders stark in den Bereichen Luftfahrtelektronik und Raketensysteme positioniert.
- Leidos, ein führender US-Technologie- und Verteidigungsdienstleister, profitiert von steigenden Ausgaben für IT-Sicherheit und Verteidigungstechnologie. Betrug der Aktienkurs Ende 2021 rund 77 Euro, notierte er Ende 2025 bei rund 157 Euro. Leidos ist besonders in den Bereichen Cybersicherheit, Datenanalyse und Gesundheitstechnologie für Regierungsbehörden aktiv.
- Auch Thales, der französische Elektronik- und Rüstungskonzern, hat von Ende 2021 bis Ende 2025 eine starke Kursentwicklung erlebt: Es ging von rund 75 Euro auf rund 225 Euro nach oben. Das Unternehmen profitiert von seiner starken Position in den Bereichen Verteidigungselektronik, Cybersicherheit und digitale Identität. Thales konnte insbesondere von steigenden Investitionen in Verteidigungstechnologie und sichere Kommunikationssysteme profitieren.
Auch Booz Allen Hamilton, Leonardo, Palantir, Curtiss-Wright, Fortinet sowie Northrop Grumman und Bae Systems sind in vielen Rüstungs-ETFs enthalten.
Im Folgenden stellen wir die Rüstungs-ETFs – und zwei kostengünstigere Alternativen – einzeln vor.
