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Altersvorsorge in Deutschland „Ruhestand mit 60 Jahren ist oft kaum realisierbar“

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Freizeit statt Arbeit: 70 Prozent der Bundesbürger wollen bis zu ihrem 60. Lebensjahr in den Ruhestand gehen, zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Lebensversicherung LV 1871. | Foto: Foto von Centre for Ageing Better von Pexels

Der demographische Wandel dürfte die gesetzliche Rentenversicherung zukünftig vor große Probleme stellen. Daher empfehlen führende Wirtschaftsinstitute in ihrer „Gemeinschaftsdiagnose #1-2021“, das Renteneintrittsalter auf 69 Jahre anzuheben. Dass das aber im Widerspruch zur Lebensplanung vieler Menschen in Deutschland steht, zeigt eine repräsentative Online-Umfrage des Meinungs- und Marktforschungsinstitus Civey im Auftrag des Lebensversicherers LV 1871, an der genau 2.500 Personen teilnahmen.

Grafik: LV 1871

„Ein Ruhestand mit 60 ist ohne private Vorsorge heutzutage kaum realisierbar“, kommentiert Hermann Schrögenauer, Vorstand der LV 1871. „Wer finanzielle Unabhängigkeit erreichen und sein Leben nach den eigenen Vorstellungen gestalten möchte, kommt daher nicht umhin, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wer aber frühzeitig vorsorgt, kann den eigenen Renteneintritt selbst bestimmen. Versicherungslösungen bieten hier steuerliche Vorteile und verbinden das Beste aus den Welten Versicherung und Investment.“

Mit privater Vorsorge zu Unabhängigkeit

Hermann Schrögenauer, LV 1871

Bei der privaten Rentenversicherung können eingezahlte Beiträge beispielsweise bis zu einem gewissen Teil in der Steuererklärung geltend gemacht werden, erklärt Versicherungsvorstand Schrögenauer. Zudem wird bei Rentenantritt nicht die komplette monatliche Rente besteuert, sondern nur der Ertragsanteil – ein gesetzlich definierter Prozentsatz, der vom Renteneintrittsalter abhängt. So profitieren Einzahler im Ruhestand von niedrigeren Steuern.

Weitere Vorteile böten fondsgebundene Rentenversicherungen, die höhere Renditechancen als konservative Geldanlagen aufweisen. Im Vergleich zu einem direkten Investment in Aktienfonds bieten sie den Anlegern je nach gewählter Beitragsgarantie mehr Sicherheit und garantieren ab einem individuell festgelegten Zeitpunkt eine lebenslange Rente. Auch ein flexibles Umschichten des Vermögens während der Ansparphase ist sei der Regel möglich.

Hilfe bei der konkreten Produktauswahl zur individuellen Lebens- und Finanzplanung böten den Privatkunden laut Schrögenauer unabhängige Vermittler, die wie Versicherungsmakler rechtlich im Lager des Kunden stehen und eine ganzheitliche Vorsorgeberatung bieten könnten. „Vorsorgevermittler sind hier gefragt, ihre Kunden für eine nachhaltige und langfristige Finanzplanung zu sensibilisieren und ihnen die Angst vor Investmentthemen zu nehmen.“

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