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 Peter Härtling ist Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Ruhestandsplanung. | © DGfRP

Ruhestandsplanung

Niedrige Rente wirkt „wie lebenslange Haftstrafe“

26 Jahre nach der Wiedervereinigung sind Ost und West noch immer nicht gleich – zumindest was die Rente betrifft. Doch: „Selbst wenn es zu einer Angleichung des Rentenwertes kommen sollte, wäre das Ergebnis für viele Ost-Arbeitnehmer enttäuschend“, kommentiert Peter Härtling, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Ruhestandsplanung aktuelle Reformpläne der zuständigen Bundesministerin Andrea Nahles (SPD).

Härtling führt eine Berechnung des Ifo-Instituts heran. Demnach beziehen Rentner, die während ihrer Erwerbszeit ein Durchschnittseinkommen erhielten, durch eine Rentenangleichung im Schnitt zwar knapp 6,3 Prozent mehr Geld. 30-jährige Arbeitnehmer hingegen würden künftig mit fast 4 Prozent weniger Rente auskommen müssen und weniger als 900 Euro im Monat zur Verfügung haben.

Eine solch niedrige Rente werde von den Betroffenen „wie eine lebenslange Haftstrafe empfunden“, so Härtling weiter. Einen Ausweg böte private Ruhestandsplanung, um die Lücke per privater Vorsorge zu schließen. „Dann kann es Ihnen herzlich egal sein, was die Regierung in Berlin beschließt.“ Aktuell plant die Große Koalition eine Anpassung des Rentenwertes zwischen Ost und West. Denn Rentner aus den neuen Bundesländern bekommen im Durchschnitt knapp 80 Euro weniger im Monat als Ruheständler aus dem Westen. 

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