Lesedauer: 1 Minute

Sal. Oppenheim-Manager Darum sagen wir „Gold ist out“

Lars Edler, Leiter Investmentstrategie bei der Vermögensverwaltung von Sal. Oppenheim: "Gold ist out"
Lars Edler, Leiter Investmentstrategie bei der Vermögensverwaltung von Sal. Oppenheim: "Gold ist out"
Relativ zu anderen Anlagen ist Gold momentan unattraktiv. Das Risikoprofil einer Anlage müsse immer mindestens so gut sein, wie das anderer Anlagen und diese Bedingung erfüllt Gold nicht mehr, sagt Lars Edler, Leiter Investmentstrategie bei der Vermögensverwaltung von Sal. Oppenheim, dem Handelsblatt. Deswegen ist er überzeugt, dass Gold out sei. Und das werde sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern. Zur Erklärung sagt Edler, 2011 hätten die Sorgen um den Euro im Zuge der Finanzkrise den Preis des Edelmetalls in die Höhe getrieben. Doch mittlerweile seien die meisten Marktteilnehmer überzeugt, dass der Euro sicher ist. Auch die Inflationssorgen, ausgelöst durch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), hätten sich nicht bestätigt. Im Gegenteil, die Finanzmärkte haben sich sogar erholt. Dementsprechend spielt das Edelmetall für die Menschen keine große Rolle mehr. Zudem eignet sich Gold nicht mehr als Krisenwährung und Depotabsicherung, wie die vergangenen Jahre und Krisen es gezeigt haben, meint Edler. Anfang August hat Sal. Oppenheim verkündet, dass die Vermögensverwaltung Gold aus seinen Portfolios verbannt. Zur Begründung sagte Edler damals: „Wir sehen in Gold eine volatile und riskante Anlageform ohne inneren Wert. Und da wir auch mittelfristig keine Preiserholung erwarten, halten wir nun keine Gold-Investments mehr.“

Mehr zum Thema