Winkraftanlagen sind die Zukunft, Quelle: Bjoern Friedrich / photocase.com

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SAM: Wachstumsschub im Cleantech-Markt

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Nachdem erneuerbare Energien bislang eher auf regionaler und nationaler Ebene finanziert wurden, wecken sie zunehmend das Interesse von globalen Investoren, heißt es in einer Studie der Investmentboutique SAM. Die Attraktivität für private Investoren sei gestiegen, weil erneuerbare Energien zunehmend wettbewerbsfähig seien und nicht mehr so stark von staatlichen Subventionen abhingen.

Bereits in den vergangenen Jahren seien die Investitionen in erneuerbare Energien stetig gestiegen. Von einer bereits „überfinanzierten“ Industrie könne aber nicht die Rede sein, heißt es in der Studie. Im Gegenteil, es müsse weiter kräftig investiert werden, um die weltweit ehrgeizigen Umweltziele zu erreichen. Allein der Windenergiesektor erfordere bis 2020 jährliche Investitionen von über 70 Milliarden Euro. Nicht weniger werde es bei Solaranlagen sein müssen.

In den vergangenen zehn Jahren flossen 700 Milliarden Euro in die weltweite Cleantech-Industrie, allein 175 Milliarden Euro in 2010. 70 bis 80 Prozent davon wurden im Bereich erneuerbare Energien investiert. Das stärkste Wachstum sei dabei in den BRIC-Staaten zu beobachten.

Der Cleantech-Beteiligungsmarkt entwickelt sich laut SAM weit überdurchschnittlich. Seit 2005 haben 293 Börsengänge (Initial Public Offerings, IPOs) über 35 Milliarden Euro erlöst, davon fanden zwei Drittel an asiatischen Börsen statt. Bei über 900 Firmenübernahmen (Merger & Acquisitions, M&As) wechselten rund 123 Milliarden Euro den Besitzer.

Zur Studie geht es hier.

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