Sarasin Deutschland: Auch Vize-Chef muss gehen

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Bernd Würfel musste sein Amt als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Schweizer Privatbank J.Safra Sarasin in Deutschland zum 30. September aufgeben. Das berichtet das „Handelsblatt online“ mit Verweis auf Informationen aus Finanzkreisen. Somit folgt Würfel auf den Deutschland-Chef, Frank Niehage, der die Bank bereits Ende vergangenen Jahres verlassen musste.

Als Grund für die Trennung von Niehage galten unter anderem die hohen Investitionen in den Windparkbetreiber Windreich, der in der Zwischenzeit insolvent wurde. Die Kredite von insgesamt 75 Millionen Euro seien entgegen den Empfehlungen der Muttergesellschaft vergeben worden, so das „Handelsblatt online“. Auch Würfel dürfte dieses Engagement zum Verhängnis geworden sein: Nach Informationen des Blatts, soll er von den Krediten frühzeitig gewusst haben.

Neben den Krediten, deren Totalausfall das Jahresergebnis der Bank verhageln würde, drohen der Bank auch von einer anderen Seite Verluste. Denn die Anleger klagen auf Schadensersatz gegen Sarasin. Sie werfen der Bank vor, ihnen Windreich-Beteiligungen als lohnende Anlagen verkauft zu haben, nur um eigene Verluste zu begrenzen.

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