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In der Corona-Krise Schaden- und Unfallversicherung steigern Gewinne

Erste-Hilfe-Kurs
Erste-Hilfe-Kurs: Aufgrund der pandemiebedingt verringerten Mobilität gab es 2020 deutlich weniger Verkehrs-, Sport- und Freizeitunfälle. | Foto: Pexels

Der positive Trend in der Schaden- und Unfallversicherungen setzte sich im Pandemie-Jahr 2020 fort. Das geht aus dem „Marktausblick zur Schaden-/Unfallversicherung“ der Rating-Agentur Assekurata hervor.

Aufgrund der pandemiebedingt verringerten Mobilität verzeichneten die Versicherer 2020 deutlich weniger Verkehrs-, Sport- und Freizeitunfälle, so das Studienergebnis. Zusätzlich haben vergleichsweise geringe Elementarschäden dazu beigetragen, dass die deutschen Schaden-/Unfallversicherer im Geschäftsjahr 2020 den versicherungstechnischen Gewinn deutlich von 5,2 Milliarden Euro auf 7,4 Milliarden Euro steigern konnten.

Schaden-Kosten-Quote sank

Auch auf der Beitragsseite konnte die Branche ihren Wachstumskurs fortsetzen. Allerdings stiegen die Einnahmen mit 2,1 Prozent etwas weniger stark an als im Mittel der vergangenen zehn Jahre (2,9 Prozent).

Gleichzeitig gingen die Versicherungsleistungen deutlich von 53,3 Milliarden Euro auf 52 Milliarden Euro zurück. Folgerichtig sank auch die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) von 92,8 Prozent auf rund 90 Prozent ab. Gerade im Vergleich zum Mehrjahresdurchschnitt 2010-2020 (95,7 Prozent) stelle dies einen sehr guten Wert dar, so Dennis Wittkamp, Studienautor und Fachkoordinator Schaden-/Unfallversicherung der Assekurata.

Die gute wirtschaftliche Situation der deutschen Schaden-/Unfallversicherer zeigt sich auch im „Ertrags- und Wachstumsindikator“, einer kombinierten Betrachtung von Ertrag und Wachstum (siehe Grafik). Darin setzt Assekurata die Combined Ratio als branchengängige Ertragskennzahl in Relation zur Zuwachsrate nach Verträgen. Die Größe der Datenpunkte spiegelt die Bestandsanteile der einzelnen Zweige auf Branchenebene wider.

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