Schäuble schimpft über QE

„Expansive Geldpolitik ist Hauptursache der Finanzkrisen“

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Mario Draghi unter Beschuss: Nach Anlage-Guru Felix Zulauf kritisiert nun auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble die Entscheidung des EZB-Chefs, die Märkte mit billigem Geld zu fluten. „Nach meiner Ansicht sind eine expansive Geldpolitik und eine hohe Verschuldung nicht die Lösung, sondern Hauptursachen der Finanz- und Schuldenkrisen der letzten Jahre", sagt Schäuble.

Politisch scheint Schäuble mit seiner Ablehnung des Quantitative Easing (QE) jedoch ziemlich allein zu sein. „Ich habe eine Menge Kollegen in der Euro-Zone, die für QE argumentiert haben. Ich tat das nicht."

Nach Einschätzung von Schäuble wird das Staatsanleihen-Kaufprogramm zu einer Erhöhung des deutschen Überschusses führen. Experten rechnen damit, dass im Rahmen des QE der Euro schwächer wird, was der Exportwirtschaft Deutschlands zugutekommen würde. Es sei schon ironisch, dass diejenigen, die für QE argumentieren, dann den deutschen Überschuss kritisieren würden, so Schäuble.

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