Quelle: Nordcapital

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Schiffsfonds: „Nordcapital Bulkerflotte 1“ überarbeitet Rettungsplan

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Sieben von insgesamt neun Schiffen seines Fonds hat das Hamburger Emissionshaus Nordcapital für fünf Jahre an die Reederei Korea Line Corporation (KLC) verchartert. Nach ihrer Insolvenz am Anfang des Jahres stellte die Reederei Ende Januar ihre Charter-Zahlungen an den „Nordcapital Bulkerflotte 1“ ein.

Da darüber hinaus die Schiffe an Wert verloren und die kreditgebenden Banken weitere Sicherheiten forderten, geriet der von der Deutschen Bank vertriebene Schiffsfonds in akute Geldnot. Aktuell fehlen dem Fonds 49 Millionen US-Dollar.

Im Juni verabschiedete die Gesellschafter-Versammlung ein Sanierungskonzept, das Nachzahlungen in Höhe von 30,6 Millionen US-Dollar vorsah. Jedoch wurden bisher lediglich knapp 27 Millionen Euro frisches Geld zugesagt. „Das ist viel, wenn man die kurze Frist von nur drei Monaten berücksichtigt“, erklärt Nordcapital-Pressesprecherin Stefanie Rother. Aber eben nicht genug: In den kommenden Tagen soll Anlegern ein überarbeitetes Sanierungskonzept vorgelegt werden. Darin soll laut „Handelsblatt“ unter anderem eine Zusage von Nordcapital und von der Deutschen Bank enthalten sein, dem Fonds ein Überbrückungsdarlehen in Höhe von sechs Millionen Dollar zu gewähren, um einen Teil der Liquiditätslücke zu schließen.

Für Schiffsfonds-Anleger, die mit weiteren Nachschuss-Forderungen über die bereits zugesagten 21 Millionen Dollar hinaus rechnen, gibt die Sprecherin jedoch Entwarnung. „Sie werden nichts mehr nachschießen müssen“, erklärt sie auf Nachfrage von DAS INVESTMENT.com. Weitere Einzelheiten zum neuen Sanierungskonzept gibt das Emissionshaus nicht bekannt, da sich das Papier gerade in einer finalen Abstimmungsphase befindet.

Betroffen sind insgesamt 5.650 Anleger, die mit 170 Millionen US-Dollar an dem Großfonds beteiligt sind.

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