Schlechte Zeiten für erneuerbare Energien

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Immer wieder Katzenjammer – auch dank Vater Staat


Wer sich an den Finanzmärkten auskennt, weiß, dass dies nicht die erste und wohl auch nicht die letzte Pleitewelle ist, der Kleinanleger zum Opfer fallen.

Erinnern wir uns an die vielen Spielarten geschlossener Fonds – etwa Immobilienfonds, Medienfonds und zuletzt Schiffsfonds –, in denen zum Teil ebenfalls viel Geld verbrannt wurde. Damals lockte nicht das gute ökologische Gewissen, sondern vor allem die Aussicht auf geringere Steuern die Kunden an.

Interventionen führen zu weniger Wohlstand

Heute wie damals steht ein Akteur im Zentrum, ohne den es weder zum scheinbaren Boom noch zu der Pleitewelle gekommen wäre: der Staat.

Indem die Politik massiv in den Markt eingreift zum Beispiel durch Steuersenkungen oder garantierte Preise, setzt sie Anreize, die die Parameter Rendite und Risiko scheinbar zugunsten der Rendite verschieben.

Bei manchen Zeitgenossen führt das dazu, dass die Gier die verbleibende Vernunft besiegt und sie am Ende die scheinbar risikolose Rendite teuer bezahlen.

Das ist hart, aber nicht ungerecht. Volkswirtschaftlich betrachtet jedoch zahlen alle drauf. Bestenfalls wird weniger Wohlstand geschaffen, als ohne den Fehlanreiz entstanden wäre. Im schlimmsten Fall wird mehr Vermögen vernichtet als neues Vermögen entsteht.

Die Antwort auf die Frage, warum es dennoch immer wieder zu solchen Interventionen kommt, erübrigt sich beinahe. Es gibt einfach zu viele Gruppen und Parteien, die davon profitieren – auch wenn man das als zynisch empfinden mag.

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