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Bafin-Gebäude in Frankfurt: Die Behörde hat wieder einigen Geschäftsmodellen den Riegel vorgeschoben | © © Kai Hartmann Photography / BaFin

Schlimme Finger im Juli 2019 Vor diesen Finanzunternehmen warnt die Bafin

Die Golden Horn Investment BV betreibt die Webseiten goldenhorninvestment.com und goldenhorninvest.eu und bietet in diesem Zusammenhang Anlegern Anleihezertifikate mit verschiedenen Laufzeiten an. Zudem bietet sie an, Depots für „toxische Werte“ zu führen. Für die Bafin sind das unerlaubte Depot- und Einlagengeschäfte. Deshalb muss Golden Horn das beenden und abwickeln.

Stelios Tsitsilas aus Bergisch Gladbach hat im Juni den Auftrag erhalten, sein Einlagengeschäft sofort einzustellen und abzuwickeln. Er nahm zusammen mit einer weiteren Person unter der Firma Exodus Coin GmbH (exodus-coin.org) aus Horb am Neckar, Geld auf Grundlage eines „Exodus-Coin Investorenvertrags“ entgegen, und versprach es, auf jeden Fall zurückzuzahlen. Sein Unternehmen hatte er nicht einmal im Handelsregister eingetragen. Und das nötige Bafin-Okay hatte er auch nicht.

Das Unternehmen Fair Solutions e. K., Vermittlung von Versicherungs- und Finanzdiensten, Leonberg und Bretten, muss seine Finanzportfolioverwaltung beenden und abwickeln. Es nahm Geld von Vermögensverwaltungskunden entgegen, um sie auf der Grundlage von Handlungs- und Vertretungsvollmachten in Finanzinstrumenten anzulegen und zu verwalten. Für diese sogenannte Finanzportfolioverwaltung hatte es aber keine Erlaubnis der Bafin. Es muss nun die Vollmachten kündigen und den Kunden die Geldanlagen übertragen oder verkaufen.

Die Inviniti AG aus Freiburg ist keine zugelassene Bank, stellt die Bafin klar. Eine entsprechende Lizenz liegt nicht vor. Auf seiner Facebook-Seite habe sich das Unternehmen allerdings als Investmentbank bezeichnet.

Ebenso darf die österreichische Aduno Capital Group in Deutschland weder Bankgeschäfte noch Finanzdienstleistungen betreiben. Dazu hat es schlicht keine Erlaubnis. Aduno bietet unter der anonym registrierten Domain adunocapital.com in deutscher Sprache angebliche Handelskonten an, um „mit über 50.000 Finanzprodukten“ zu handeln. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als Broker und Investmentgesellschaft und behauptet, über verschiedene europäische Lizenzen zu verfügen. Laut Bafin ist das aber gelogen. Die genannten Lizenzen wurden nicht ihr, sondern dem zugelassenen Finanzdienstleistungsinstitut XNT LTD., St. Julians, Republik Malta, erteilt. Die hat nach eigenen Auskünften aber rein gar nichts mit Aduno zu tun.

Auch die BCB4U Bank AG hat keine Erlaubnis, in Deutschland als Bank oder Finanzdienstleister zu arbeiten. Die Unternehmen Tycoon69 AG mit Sitz in Ennetmoos in der Schweiz und MCV-CAP Beteiligung AG mit Sitz in Österreich, behaupteten, eine entsprechende Lizenz für die Bank zu besitzen. Das stimmt laut Bafin aber nicht.

Und zum Schluss noch eine Warnung: Die MMG Finance Group tritt unter den Namen MMG Finance Group (Generali Group) und Morgan & Morgan (MMG Bank Corporation) auf. Außerdem bezeichnet sie sich als Unternehmen der JP Morgan Chase & Co und der Generali Group. Damit entsteht der Eindruck, dass sie mit zugelassenen Instituten zusammenarbeitet oder gar selbst eins ist. Stimmt aber nicht.

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