Egon Wachtendorf, verantwortlicher Redakteur von DER FONDS

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Schlüsselgewalt

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So etwas nennt man eine konzertierte Aktion: Am 20. November treten in Frankfurt mit Olaf-Johannes Eick, Arne Sand, Leo Willert und Markus Kaiser vier prominente Fondsmanager vor die Presse, um mit einigen aus ihrer Sicht weit verbreiteten Missverständnissen über Trendfolge-Strategien aufzuräumen. Dazu gehört zum Beispiel die These, dass sich seit der Finanzkrise die Korrelationen an den Kapitalmärkten derart grundsätzlich verändert haben, dass dieser bis 2008 sehr erfolgreichen Managementmethode noch über Jahre hinaus der Boden entzogen sein wird.

Oder die Annahme, Trendfolge-Fonds vertrügen sich nicht mit traditionellen, auf Kaufen und Halten programmierten Fonds-Bausteinen in einem Depot. Letzteres ist natürlich Blödsinn – der entsprechende Nachweis dürfte dem in jüngster Zeit häufiger gemeinsam auftretenden Quartett keine großen Probleme bereiten. Bemerkenswert ist allerdings die neue, dieser Aussage innewohnende Bescheidenheit: Bis vor kurzem noch sahen sich viele überzeugte Trendfolger als alleinige Besitzer des Schlüssels, der künftig erfolgreiches Investieren ermöglicht.

Vielleicht hilft der gerade herrschende Gegenwind ja, mit zwei weiteren Missverständnissen in den eigenen Reihen aufzuräumen. So gibt es viel mehr Alternativen zur Trendfolge als einfach nur Buy and Hold. Und: Die Gefahr, mit einem Trendfolgemodell massiv Geld zu verlieren, besteht durchaus. Für diese Erkenntnis reicht ein kurzer Blick auf aktuelle Flop-Listen.

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