Black Friday in den USA: Verbraucher ziehen nachhaltig produzierte Produkte vor. | © Getty Images

Schnäppchenjagd

Kritik am Black Friday wächst

Das gestiegene Umweltbewusstsein weltweit wirkt sich auch auf die Textilbranche aus. Manche Modemarken fordern ihre Kunden bereits dazu auf, nichts am Black Friday einzukaufen, da die Rabatte dazu verführten, Produkte zu erwerben, die man gar nicht brauche.

Dieser Appell spiegelt wider, dass sich der Einzelhandelsmarkt in puncto Umwelt-, Soziales und Unternehmensführung wandelt. ESG-Faktoren werden zu einem wichtigen Bestandteil der Lieferkette und des Investitionsansatzes vieler Unternehmen.

Verbraucher ziehen zunehmend T-Shirts mit einem nachhaltigen Lebenszyklus einem billigen T-Shirt vor. Unternehmen, die diesen Verbrauchertrend erkennen und zeigen können, dass ihre Lieferkette nachhaltig und ethisch korrekt ist, können sich gegenüber dem Wettbewerb deutlich absetzen. Bauen diese Unternehmen zudem ihren Online-Shopping-Bereich dank neuester Technologie aus, haben sie einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Denn Online-Shopping wird immer wichtiger und die Marktanteile wachsen. In der Konsequenz bedeutet das für Unternehmen, die nicht über ein zeitgemäßes Online-Angebot verfügen, dass sie sich im Wettbewerb nicht behaupten können. Trotzdem gilt: Die Zukunft des Einzelhandels wird nicht allein auf dem Online-Marktplatz entschieden. Vielmehr haben solche Unternehmen die Nase vorne, die ihr Online-Angebot mit einer Offline-Strategie im stationären Handel kombinieren.

Deshalb suchen immer mehr Unternehmen nach kreativen Wegen, um das Einkaufserlebnis für Kunden interessanter zu gestalten und dadurch dem Trend entgegenzuwirken, dass Kunden immer seltener in die lokalen Geschäfte gehen.

Vor diesem Grund werden diejenigen Unternehmen am Black Friday und Cyber Monday am erfolgreichsten sein, die innovative und unvergessliche Einkaufserlebnisse für ihre Kunden schaffen und damit zukünftige Einkaufsgewohnheiten prägen

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