Nicht zu beneiden: Griechenlands Präsident Karolos Papoulias<br>wartet auf sein Treffen mit George Provopoulos, dem Chef<br>der Bank von Griechenland (Foto: Getty Images)

Nicht zu beneiden: Griechenlands Präsident Karolos Papoulias
wartet auf sein Treffen mit George Provopoulos, dem Chef
der Bank von Griechenland (Foto: Getty Images)

Schon wieder: S&P stuft Griechenland herab

Zuletzt setzte S&P Griechenlands Schuldnerqualität Ende März von BB+ um zwei Stufen auf BB- herab. Jetzt geht es noch einmal zwei Etagen tiefer auf B. Die kurzfristigen Schulden bewerten die Analysten jetzt sogar mit C – das ist quasi schon der Ausfall.

Damit nicht genug. Den Ausblick belässt S&P für langfristige und kurzfristige Schulden noch immer bei „negativ“. Die Talfahrt könnte also schon bald weitergehen.

Als Grund nennt S&P die wachsende Bereitschaft staatlicher Gläubiger aus der Eurozone, die Laufzeiten für Griechenlands Schulden zu verlängern. Hier gehe es um 80 Milliarden Euro. Daraufhin könnten die Regierungen dasselbe von anderen, privaten Gläubigern verlangen. In S&P’s Betrachtung käme das dann einem zumindest teilweisen Ausfall („Default“) gleich.

Längere Laufzeiten könnte aber nicht reichen. „Unserer Meinung nach könnte es nötig sein, die Schulden um die Hälfte oder mehr herabzusetzen, um Griechenlands Last zu stabilisieren“, heißt es in der Stellungnahme der Agentur.

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