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Schroders Global Diversified Growth

Schroders Global Diversified Growth

Für Deutschlands Fußballfreunde hat in diesem Jahr ein neues Sommermärchen begonnen. Die aktuellen Wirtschaftsdaten dagegen deuten einen Konjunkturherbst an: Der Geschäftsklima-Index des Münchner Ifo-Instituts hat in diesem Monat deutlich nachgegeben. Der hohe Ölpreis und der starke Euro drücken auf die Stimmung. Für vorsichtige Anleger bedeutet das: Investments am Aktienmarkt gehören auf den Prüfstand. Denn die weltweite Wirtschaftsflaute sorgt in Verbindung mit steigenden Zinsen für heftigere Kursausschläge an den Börsen. 

„Jeder Anleger kann sein Portfolio ganz einfach sicherer machen“, erklärt Andreas Köster. „Man muss nur das Anlagerisiko streuen“, so der Leiter des europäischen Dachfondsgeschäfts und Manager des Global Diversified Growth Fund (WKN: A0MZ0E) von der Londoner Fondsgesellschaft Schroders. Der Dachfonds investiert in derzeit 26 Zielfonds verschiedener Gesellschaften, die sich auf verschiedene Strategien und Anlageklassen fokussieren. 

„Aktien und Rohstoffe, Renten und Immobilien sowie Hedge-Fonds und Private Equity entwickeln sich in den einzelnen Phasen des Wirtschaftszyklus in der Regel ganz unterschiedlich“, erklärt Köster. Das zeige auch der Blick auf die Märkte in der vergangenen Dekade zwischen Internet-Boom und Subprime-Krise: „Fast in jedem Jahr lag eine andere Anlageklasse vorn.“ Ein ausgewogener Mix sei daher wichtig, um das Portfolio vor einer Achterbahnfahrt zu schützen. Diese Anlagephilosophie sei seit Jahrzehnten auch bei den Stiftungsfonds der US-Eliteuniversitäten etabliert, die neben der Rendite vor allem auf Kapitalerhalt bedacht sind. 

Mit seiner Mischstrategie misst sich Köster nicht mit der Wertentwicklung eines einzelnen Investmentbereiches sondern mit der Inflationsrate, die er auf Sicht von fünf bis sieben Jahren um 5 Prozentpunkte zu schlagen versucht. Im laufenden Jahr ist ihm das aber noch nicht gelungen. Der vor zehn Monaten aufgelegte Fonds liegt seit Jahresanfang mit 4,3 Prozent im Minus. Allerdings gaben die 339 Mischfonds, die bei Morningstar in der Kategorie „Euro aggressiv“ eingeordnet sind, im gleichen Zeitraum um knapp das Doppelte (8,5 Prozent) nach. 

Den höchsten Wertsprung innerhalb des Mischportfolios verzeichnete im Frühjahr die anlageklasse Private Equity. In seinem Dachfonds setzt Köster unter anderem auf den Fonds KKR Private Equity Investors. Allerdings machen Investments in die internationalen Beteiligungsgesellschaften insgesamt nur 2,3 Prozent des Fonds aus. Hedge-Fonds kommen auf 3,8 Prozent. Gemeinsam mit den Anlageklassen Immobilien, Rohstoffe und Infrastruktur sind 35,8 Prozent des Fondsvolumenvolumens von derzeit knapp 100 Millionen Euro in alternativen Investments investiert. 

An den internationalen Aktienmärkten ist Köster mit 38,4 Prozent des Portfolios engagiert. Am höchsten sind die Positionen in Europa (12,5 Prozent) vor den USA (7,7 Prozent). Kösters Lieblingsunternehmen kommen derzeit aus den Branchen Finanzen (6,8 Prozent), Energieversorgung (4,3) und Informationstechnologie (3,9). Schwellenländer-Aktien kommen auf 4,2 Prozent. Prominenter sind die Exotenmärkte auf der Rentenseite vertreten: Schwellenländer-Anleihen machen mehr als die Hälfte des rund 20-prozentigen Rentenanteils des Mischportfolios aus. Größte Position des Dachfonds ist der Schroder ISF Emerging Market Debt (WKN: 256777) mit rund einem Zehntel des Portfolios. 

Wie die einzelnen Investmentklassen gewichtet werden, entscheidet Köster mit Hilfe des quantitativen Systems „Schroder Multi Asset Risk Technology“ (Smart). „Wir ermitteln damit die optimale Mischung der verschiedenen Anlageklassen zu einander“, erklärt Köster. Durch die unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Kapitalmärkte will er sein Portfolio vor starken Verlusten absichern. Außerdem setzt Köster auf das richtige Timing: Um mit dem richtigen Mix auf die jeweils aktuelle konjunkturelle Lage zu antworten, berät er seine Portfolioaufteilung mit einem dreiköpfigen Expertengremium Global Asset Allocation Commitee (GAAC). 

Der Ausgabeaufschlag beträgt 5,26 Prozent, die jährliche Verwaltungsgebühr 1,5 Prozent.

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