Aktualisiert am 29.01.2020 - 17:40 UhrLesedauer: 4 Minuten

Schroders-Managerin Sonja Schemmann:„Alles ist verzerrt“

Sonja Schemmann
Sonja Schemmann

DAS INVESTMENT: Ihre ersten Jahre bei Schroders standen unter keinem guten Stern. Seit Ihrem Einstieg Anfang Oktober 2005 hat beispielsweise der Schroder Global Equity Yield knapp 25 Prozent an Wert verloren. Andere globale Dividendenfonds liegen bereits wieder im Plus. Sonja Schemmann: Diese Meinung teile ich nicht, ich hatte sogar einen sehr guten Start. Im Jahr 2006 hat mein Fonds den Vergleichsindex um fast 7 Prozentpunkte geschlagen. 2007 war in der Tat ein schlechtes Jahr. Banken stellen nun einmal einen großen Anteil an unserem Vergleichsindex, und darunter hat der Fonds natürlich gelitten. DAS INVESTMENT: Warum waren Sie nicht mutiger und haben sich stärker vom Index entfernt?

Schemmann: Die Gewichtung hatte mit Indexnähe nicht viel zu tun, vielmehr waren Finanztitel damals der größte Dividendenzahler, und der Fonds hat das Ziel, eine deutliche Dividendenprämie gegenüber dem Markt zu erzielen. Was dieses Kriterium betrifft, sind wir sehr diszipliniert und haben den Prozess auch während der Krise nicht geändert. Wer in einen Dividendenfonds investiert, erwartet eine breite Streuung und überdurchschnittlich hohe Ausschüttungen.

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