Schweizer machen Schotten dicht

//
Nach Credit Suisse meldet nun auch UBS das Aus für einige ihrer Absolute Return-Fonds. Anleger haben noch bis zum 9. Dezember dieses Jahres Zeit, aus den verschiedenen Tranchen des UBS Absolute Return Bond Fund auszusteigen, bevor er am 12. Dezember endgültig dichtgemacht wird.

„Das Risikoprofil des Fonds musste aufgrund der anhaltenden Kreditkrise angepasst werden und entsprach nicht mehr den Anforderungen der Anleger an ein vergleichsweise risikovernünftiges“ Produkt", so UBS-Sprecherin Tatiana Togni gegenüber DAS INVESTMENT.com.

Das Vermögen der zuletzt zusammen rund 187 Millionen Euro schweren Fonds wird auf den UBS (Lux) Money Market Fund (WKN: 971 303, Euro-Tranche) übertragen. Anleger könnten jedoch auch ohne Ausgabeaufschlag in andere hauseigene Fonds wechseln, heißt es von UBS.

Der Ausstieg dürfte Anlegern weh tun: So verbuchte die Euro-Tranche des Absolute Return Bond (WKN A0CAL2) seit Jahresbeginn ein Minus von 32,76 Prozent – das ist das fünftschlechteste Ergebnis aller 240 bei Morningstar gelisteten Fonds der Kategorie „Absolute Return Euro“.

Bereits Ende Oktober hatte Credit Suisse für alle Tranchen des Credit Suisse Bond Fund (Lux) Total Return die Notbremse gezogen, da die ungünstige Marktlage zu starken Mittelabflüssen geführt hatte. Anders als UBS überträgt Credit Suisse das Vermögen nicht auf einen anderen Fonds, sondern zahlt den Erlös am 12. November an die Anleger aus. Illiquide Positionen im Fonds verbleiben vorerst im Portfolio und werden aufgelöst, sobald dies möglich ist. Der Erlös soll dann nachträglich an die Anleger ausgezahlt werden.

Auch andere Absolute Return-Fonds konnten den Anspruch, unabhängig von der Marktlage positive Erträge zu erwirtschaften, nicht erfüllen. Für den Leiter Fondsresearch von Morningstar Werner Hedrich kommt die aktuelle Situation der Schweizer Fonds nicht überraschend: „Alle Investments mit Anlageziel oberhalb des Geldmarkt-Zinssatzes sind risikobehaftet, weshalb wir die Versprechen der Absolute Return generell für fragwürdig halten, so Hedrich. Umso mehr, da die Strategien ihre Verwaltungsvergütungen verdienen müssen. Dass die jüngsten Fondsschließungen den Anfang vom Ende der Anlageform einläuten, glaubt er indes nicht.

Mehr zum Thema
nach oben