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Aufbruch zum Wachstum

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Aufbruch zum Wachstum

Stahlwerk in der Ukraine: Trotz internationaler Spannungen und Risiken bieten einige Schwellenländer bei Aktien und Anleihen gute Investitionsmöglichkeiten.  | © Getty Images

Schwellenländer Die richtige Balance ist gefragt

Wir sind nach wie vor der Meinung, dass es im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in den USA (3. November 2020) bis Ende des laufenden Jahres ein Handelsabkommen mit China geben wird – trotz der erneut aufgeflammten Spannungen im Handelsstreit zwischen den beiden Ländern.

Schwellenländer-Anleihen mit Renditechancen

Vor diesem Hintergrund bleiben Schwellenländer-Anleihen eine aussichtsreiche Wahl für Investoren auf der Suche nach Rendite. Insbesondere, weil die Zentralbanken weltweit ihre Geldpolitik wieder expansiver ausrichten – entsprechend dem Vorbild der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank.

Nach einer starken Performance im ersten Halbjahr kommt es jetzt darauf an, eine sorgsame Auswahl zu treffen und dabei die Schwachstellen genau wie die Stärken eines jeden Landes zu analysieren. Staatsanleihen und Unternehmensanleihen sind interessant, wenn sie bei einem günstigen Ausfallrisiko eine attraktivere Rendite bieten als Industrieländertitel. Hier zwei Beispiele für von uns bevorzugte Länder:

  • Brasilien überrascht positiv mit einem wichtigen Schritt bei der Rentenreform. Bevorzugte Sektoren: Finanzen, Nahrungsmittel, Energie, Versorgungsunternehmen.
  • Die Ukraine punktet mit attraktiven Renditen und profitiert von der starken Unterstützung durch den Internationalen Währungsfonds. Bevorzugte Sektoren: Konsumgüter, Metalle und Bergbau.

Ausblick für Aktienmärkte wechselhaft

Schwellenländer-Aktien waren in den vergangenen zwölf Monaten Opfer der Handelsspannungen, ihre Gewinnaussichten bleiben insgesamt durchwachsen. Zwar sind die Bewertungen chancenreich, aber Investoren ziehen Kapital ab. Nur für den Fall eines positiven Ergebnisses der Handelsverhandlungen erwarten wir ein Wiederaufleben des Anlegerinteresses. Eine weitere Eskalation könnte im Gegenteil zu weiterem Druck auf diese Asset-Klasse führen.

Die bereits bestehenden Zölle belasten die Unternehmensgewinne, wobei die Perspektiven von Region zu Region unterschiedlich sind: Einige Länder profitieren sogar von einer Umstrukturierung der globalen Wirtschaft. Anleger sollten auf gute Fundamentaldaten, interessante Dividendenrenditen und verbesserte Unternehmensführung achten. Aktuell bevorzugen wir Titel aus weniger anfälligen Ländern mit einem robusten Binnenwachstum und Fortschritten bei Strukturreformen, beispielsweise:

  • Russland: Hier finden wir Unternehmen mit attraktiver Dividendenrendite. Der Ölpreis und die Wirtschaftspolitik können das Wachstum weiter ankurbeln. Bevorzugte Sektoren: Technologieunternehmen und Banken.
  • Indien: Die politische Stabilität ermöglicht die Umsetzung von Reformen. Finanztitel könnten interessant sein.

Eine geringere Liquidität im Sommer zusammen mit zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten könnte die Märkte ausbremsen. Aus unserer Sicht bietet ein solches Szenario für mittelfristig agierende Anleger aber eine Chance, ihre Schwellenländer-Investments stärker auszubauen.

Soweit nicht anders angegeben, beruhen die hier enthaltenen Ansichten auf Recherchen, Berechnungen und Informationen von Amundi Asset Management und haben den Stand 20.08.2019. Diese Ansichten können sich jederzeit ändern, abhängig von wirtschaftlichen und anderen Rahmenbedingungen. Es gibt keine Gewähr, dass sich Länder, Märkte oder Branchen wie erwartet entwickeln werden. Diese Veröffentlichung ist kein Verkaufsprospekt und stellt kein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Anteilen in Ländern dar, in denen ein solches Angebot nicht rechtmäßig wäre. Außerdem stellt diese Veröffentlichung kein solches Angebot an Personen dar, an die es nach der jeweils anwendbaren Gesetzgebung nicht abgegeben werden darf. Amundi Deutschland GmbH ist ein Unternehmen der Amundi Gruppe.

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