“Schwellenländer-Nebenwerte profitieren vom Binnenwachstum”

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DER FONDS (kostenlos abonnieren): Was macht den Reiz von Nebenwerten in Schwellenländern aus?

Greg Mattiko: Vom weiteren Aufschwung in den Emerging Markets werden vor allem die lokalen Binnenmärkte profitieren – und damit kleinere Unternehmen vor Ort. Viele Werte in einem klassischen Schwellenländerportfolio haben sich dagegen längst zu multinationalen Konzernen entwickelt, die nicht mehr so stark wachsen.

DER FONDS: Wie groß ist Ihr Anlageuniversum, und womit können potenzielle Kaufkandidaten punkten?

Mattiko: Es gibt in den Schwellenländern rund 1.800 indexrelevante Small Caps. Darüber hinaus existieren mehr als 3.500 weitere ausreichend liquide Titel, die aber viele Anleger kaum beachten. Das führt häufig zu Fehlbewertungen. Bei der Titelselektion achten wir auf hohes Gewinnwachstum, eine attraktive Bewertung, eine nachhaltige Geschäftsstrategie und ein solides Management.

DER FONDS: Welche Argumente sprechen für die in Ihrem Fonds stark übergewichteten China-Minis?

Mattiko: Ebenfalls die Nähe zum Binnenmarkt und zur neuen Mittelschicht. Chinesische Large Caps kommen dagegen meist aus für uns weniger interessanten Sektoren wie Finanzen, Telekom oder Energie.

DER FONDS: Zu den aktuell heißesten Emerging Markets gehören Thailand und die Türkei. Ihre Meinung dazu?

Mattiko: In der Türkei sind wir ebenfalls übergewichtet, dort gefallen uns vor allem Titel aus den Bereichen Konsumgüter und Finanzen. Thailändische Aktien halten wir dagegen momentan gar nicht.

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