Selfmade-Millionär Peter Pühringer

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Schwellenländer-Renten 2011: Von Doppelplus bis Doppelminus

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Kaufen oder nicht kaufen? Diese Frage stellt sich immer wieder beim Blick auf den ZZ 1. Zwar rangiert der von Peter Pühringer verwaltete Klassiker im laufenden Jahr mit einem Minus von 18,5 Prozent ganz am Ende seiner Vergleichsgruppe. Langfristig gab es jedoch kaum ein besseres Investment: Seit der Auflage im Sommer 1996 legte der Anteilspreis um sage und schreibe 1.411 Prozent zu, der ein Jahr später gestartete und 2011 ebenfalls in den Seilen hängende ZZ 2 schaffte seither 964 Prozent. Also die aktuelle Schwäche gezielt zum antizyklischen Einstieg nutzen?
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Das Problem: Pühringer selbst hat nicht das geringste Interesse an neuen Mitinvestoren. Deshalb erhöhte er den Ausgabeaufschlag für beide Fonds schon vor Jahren auf 10 Prozent und liefert außer den gesetzlich vorgeschriebenen Rechenschaftsberichten keinerlei verwertbare Informationen über sein Tun. Wer bei ihm einsteigt, muss also viel Vertrauen mitbringen – und teilweise recht starke Schwankungen aushalten können.

Aus dem restlichen Feld ragt im laufenden Jahr vor allem der Allianz Emerging Markets Bond heraus, dessen Manager Tim Haaf bis zum Stichtag 2. Dezember als einziger ein zweistelliges Ergebnis schaffte. Den größten Teil des Gewinns erzielte Haaf mit brasilianischen und russischen Dollar-Anleihen, deren Währungsrisiko er größtenteils absichert. Die rechnerische Rendite seines Portfolios liegt aktuell bei rund 5 Prozent. Ohne Risiko ist allerdings auch dieser Fonds nicht: Nach der Lehman-Pleite im September 2008 etwa brach er um mehr als 30 Prozent ein.

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