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Schwellenländer: Sarasin sucht die grünen Superstars

Die Schwellenländer Asiens, Lateinamerikas, Osteuropas und Afrikas haben sich nicht nur deutlich schneller von der Wirtschaftskrise erholt, sie werden auch in Zukunft die Zentren des Wachstums sein. Wohlstand und Bevölkerungswachstum lassen aber auch die ökologischen und sozialen Herausforderungen wachsen.

„Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit wächst in diesen Regionen und stärkt diejenigen Unternehmen auf lange Sicht, die sich bereits heute am Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung orientieren“, sagt Andrea Nardon, Manager des Sarasin Sustainable Equity – Global Emerging Markets. Er kauft Aktien genau dieser Firmen.

Bei der Suche nach den nachhaltigsten Unternehmen der jeweiligen Branchen (Best-in-Class-Ansatz) bekommt der Schwellenländer-Experte Unterstützung vom neunköpfigen Nachhaltigkeitsresearch der Bank. Denn Nardon selbst hat mit Nachhaltigkeit bisher nicht viel zu tun gehabt.

Er arbeitet seit September 2006 für das Emerging-Markets-Team von Sarasin und ist seitdem für die EmergingSar-Fonds zuständig. Zuvor hat er sich vor allem mit Risikoanalyse und Fixed-Income-Management beschäftigt. Gearbeitet hat er unter anderem für die Commerzbank Asset Management und Deka Investment.

Das Nachhaltigkeits-Team von Sarasin prüft die einzelnen Firmen auf Herz und Nieren. Dabei werden Positiv- und Negativkriterien berücksichtigt. Gemieden werden beispielsweise Firmen, die einen Großteil ihres Umsatzes mit Alkohol, Tabakprodukten, Glücksspiel, Rüstung, Massenvernichtungs- und Nuklearwaffen erzielen.

Grundsätzlich gelten Unternehmen als nachhaltig, wenn sie so handeln, dass die Entfaltungs- und Lebensmöglichkeiten künftiger Generationen nicht gefährdet werden. Der Begriff ist bei den Schwellenländer-Produkten allerdings breit auszulegen. Schließlich ist es oft sehr schwer, überhaupt an vernünftige Informationen zu kommen.

Fest steht: Auch wenn die Firmen nicht immer tiefgrün sind, sie machen einen Schritt in die richtige Richtung und das sollte belohnt werden. Auch für Anleger lohnt es sich: Von Juni 2000 bis Ende Februar 2010 hat das Sarasin-Universum der nachhaltigen Schwellenländer-Titel ein sauberes Plus von 409 Prozent erzielt, der MSCI Emerging Markets schaffte nur 171 Prozent. >> Wie nachhaltig sind klassische Schwellenländer-Fonds?

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