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Globale Anleihen- und Aktienmärkte

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Lesedauer: 5 Minuten
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Franklin Templeton zu Emerging Markets Schwellenländer sind in 2022 auf dem Sprung

Skyline von Quingdao, China
Skyline von Quingdao, China: Die Aktienbewertungen in den Schwellenmärkten sind niedrig; das Umfeld signalisiert aber attraktiven langfristigen Wert. | Foto: Imago Images / View Stock
Manraj Sekhon, Franklin Templeton

2021 war ein schwieriges Jahr für die Schwellenländer. Uneinheitliche Fortschritte bei der Impfung in den einzelnen Ländern behinderten die Überwindung der Pandemie. Die Konjunkturerholung in den Schwellenländern und die Entwicklung der Aktienmärkte blieben hinter denen der entwickelten Märkte zurück.

Besondere Probleme zeigten sich in China: Eine rigide Steuer- und Geldpolitik, die Kampagne für „Gemeinsamen Wohlstand“, die zu regulatorischen Änderungen in allen Branchen führt, und ein Null-Covid-19-Ansatz kühlten die Stimmung der Anleger ab. Sorgen über die US-Inflation und die Ausrichtung der US-Geldpolitik traten ebenfalls in den Vordergrund. Wichtige aufstrebende Volkswirtschaften wie Brasilien, Mexiko, Russland und Südkorea sind bei der Anhebung der Zinssätze zur Eindämmung des Preisdrucks den Industrieländern voraus.

Dennoch gibt es mehrere Gründe, den aufstrebenden Volkswirtschaften auf dem Weg ins Jahr 2022 konstruktiv gegenüberzustehen. Zunächst einmal scheinen die Aktienbewertungen viel Vorsicht eingepreist zu haben und deuten auf einen attraktiven langfristigen Wert hin. Auch die Perspektive der festverzinslichen Wertpapiere ist ermutigend – die realen Renditen in den Schwellenländern liegen über denen in den Industrieländern. In dieser Hinsicht stellen wir fest, dass unsere Kollegen aus dem Bereich der festverzinslichen Wertpapiere den Optimismus in Bezug auf die Schwellenländer teilen.

Auch die Haushalts- und Leistungsbilanzen der Schwellenländer sind in besserer Verfassung als früher. Die institutionellen Reformen, die in den vergangenen Jahrzehnten in den großen Schwellenländern durchgeführt wurden, haben ihre wirtschaftliche Disziplin und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krisen gestärkt. Die gestiegenen Rohstoffpreise haben den Rohstoffexporteuren zusätzliche Vorteile verschafft. Die stabileren Finanzen der Schwellenländer verhindern möglicherweise eine Wiederholung der tiefgreifenden Marktspannungen, von denen die Schwellenländer in früheren Abschwungphasen betroffen waren.

Viele Faktoren treiben die Schwellenmärkte

Die Bewertungen des chinesischen Marktes scheinen sich einem Tiefpunkt zu nähern und dürften nach den negativen Nachrichten im Jahr 2021 von hier aus gut unterstützt sein. Dennoch könnte sich der kurzfristige Gegenwind bis ins Jahr 2022 erstrecken. Wir gehen davon aus, dass China seine Null-Covid-19-Haltung bis weit in das Jahr hinein beibehalten wird, um den Erfolg der Olympischen Winterspiele und des 20. Nationalen Kongresses der Kommunistischen Partei Chinas zu sichern. Reisebeschränkungen und weitere Mobilitätsauflagen werden die Wirtschaftstätigkeit einschränken. Auch die regulatorische Unsicherheit könnte anhalten. Wir sind der Ansicht, dass die jüngsten Neuregelungen zum Teil auf den politischen Zyklus in China zurückzuführen sind, der wahrscheinlich im 20. Nationalkongress gipfeln wird. Wenn sich der politische Staub gelegt hat, dürfte wie in früheren politischen Zyklen wieder mehr Klarheit im Hinblick auf die Regulierung einkehren.

Positiv zu vermerken ist, dass die chinesischen Behörden gezeigt haben, dass sie nach wie vor eine starke wachstumsfördernde Agenda verfolgen und nicht die Absicht haben, den Privatsektor mit Vorschriften zu erdrosseln. Sie verfügen über die politischen Instrumente zur Stabilisierung des Wachstums und sind bereit, sie bei Bedarf einzusetzen, wie die jüngste Senkung des Mindestreservesatzes für Banken gezeigt hat.

In Brasilien sind die Bewertungen auf ein extrem niedriges Niveau gefallen, was interessante Anlagemöglichkeiten schafft. Bedenken über eine mögliche fiskalische Laxheit, steigende Zinssätze und die Wahrscheinlichkeit eines Wiedererstarkens der Linken bei den Parlamentswahlen im nächsten Jahr haben zu einem Ausverkauf des Marktes geführt. Doch selbst dann erscheinen uns die brasilianischen Fundamentaldaten gesünder, als sie es seit der letzten Rezession waren. In jüngster Zeit haben sich die Haushalts- und Leistungsbilanzen des Landes verbessert, wobei die höheren Ölpreise dem Nettoölexporteur zugutekamen. Der makroökonomische Rückenwind hat sich auch auf Unternehmensebene bemerkbar gemacht. So konnte der staatliche Ölproduzent Petrobras dank Rationalisierungsmaßnahmen und steigender Cashflows, die durch die steigenden Ölpreise begünstigt werden, seine Schulden in den vergangenen Jahren erheblich reduzieren.

Indiens Wirtschaftstätigkeit hat sich seit der zweiten Pandemiewelle erholt. Der Kreditzyklus hat Anzeichen eines Aufschwungs gezeigt, und die großen Banken haben ein gesundes Kreditwachstum verzeichnet. Auch der Immobilienzyklus hat sich aufgrund der besseren Erschwinglichkeit von Häusern belebt, ebenso wie die Erholung des Infrastrukturzyklus im Zuge der Infrastrukturmaßnahmen der Regierung. Die konjunkturelle Beschleunigung Indiens wurde von einer robusten Haushalts- und Leistungsbilanz begleitet.

Wir suchen Widerstandsfähigkeit inmitten von Risiken

Bestimmte Risiken könnten unsere Gesamtaussichten für die Schwellenländer verändern, auch wenn sie nicht in unserem Basisszenario enthalten sind. So könnte beispielsweise ein drastischer und plötzlicher Anstieg der US-Leitzinsen zu Marktvolatilität führen. Umgekehrt könnte eine überraschende Lockerung der US-Politik dazu beitragen, dass sich die Schwellenländer besser entwickeln als die entwickelten Märkte. In der Zwischenzeit könnten gefährlichere Corona-Varianten inmitten der laufenden Pandemie auftauchen. Die Marktschwankungen, die auf die jüngste Entdeckung der Omikron-Variante folgten, erinnern an die schwelenden Unwägbarkeiten, auch wenn die bisherigen Indikatoren darauf hindeuten, dass die Symptome der Variante milder ausfallen könnten als befürchtet. Gleichermaßen genau beobachten wir auch die Beziehungen zwischen China und Taiwan.

Fazit

Für unsere Entscheidungen innerhalb des Investitionsumfelds Schwellenmärkte ist für uns die jeweilige Widerstandsfähigkeit von großer Bedeutung, sowohl in Bezug auf die einzelnen Volkswirtschaften als auch auf die Unternehmen. Besonders wichtig ist für uns die Nachhaltigkeit der Unternehmensgewinne, sei es angesichts von Covid-19, politischen Veränderungen, technologischer Disruption oder anderen Herausforderungen. Wir sehen Unternehmen mit strukturellen Wachstumstreibern, die auf Digitalisierung, Dekarbonisierung und andere transformative Trends ausgerichtet sind, als langfristige Gewinner.

Wichtige rechtliche Hinweise:

Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des Kapitals.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei diesem Dokument um allgemeine Werbeinformationen handelt und nicht um eine vollständige Darstellung oder Finanzanalyse eines bestimmten Marktes, einer bestimmten Branche, eines bestimmten Wertpapiers oder eines oder mehrerer aufgelisteter Investmentfonds. Franklin Templeton Investments veröffentlicht nur produktbezogene Informationen und gibt keine Anlageempfehlungen.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.
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