Hat relativ freie Hand: Rajiv Jain, Fondsmanager des Vontobel <br> Emerging Markets

Hat relativ freie Hand: Rajiv Jain, Fondsmanager des Vontobel
Emerging Markets

Schwellenländer: Vontobel hat die beste Jahresbilanz

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Mindestens fünf verschiedene Branchen, dazu eine regionale Gewichtung, die pro Land maximal 20 Prozentpunkte vom Vergleichsindex abweicht – mehr Vorgaben muss Rajiv Jain beim Vontobel Emerging Markets (WKN: 972721) nicht erfüllen. Abgesehen natürlich von der für alle verbindlichen Regel, maximal 10 Prozent in eine einzelne Aktie zu stecken und mit den fünf größten Positionen unter der 40-Prozent-Marke zu bleiben. Derzeit machen indische und brasilianische Titel je rund ein Viertel seines Fondsvermögens aus, Basiskonsumgüter – im Index mit 7 Prozent vertreten – kommen sogar auf 39 Prozent. Diese bewusst defensive Ausrichtung ist einer der Hauptgründe, warum Jains auch langfristig sehr erfolgreicher Fonds im laufenden Jahr lediglich 3,8 Prozent an Wert verlor. Ein ganz anderes Bild bietet derzeit der Axa Framlington Emerging Markets Talents (A0F6BG). Dort leistet sich Fondsmanager Nils Meinefeld zwar ebenfalls die Freiheit, Indexvorgaben weitgehend zu ignorieren. Dafür begibt er sich freiwillig in ein anderes Korsett: Meinefeld sucht gezielt nach Aktien von inhabergeführten Unternehmen, die er vor allem in Südostasien findet. Aktien aus Indien, Hongkong, China und Korea machen zusammen fast 50 Prozent seines Portfolios aus. Oft handelt es sich dabei um Nebenwerte: Die durchschnittliche Marktkapitalisierung im Talents-Fonds beträgt umgerechnet 570 Millionen Euro gegenüber 2,8 Milliarden Euro in der MSCI-Messlatte. Meinefeld hofft nun auf eine ähnliche Reaktion wie zwischen März 2009 und Ende 2010, als sein Fonds dem Index nach zuvor ebenfalls starken Verlusten mehr als 65 Prozentpunkte abnahm. >>Vergrößern

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