Schwellenmärkte 2014: Weichenstellung für die kommenden zehn Jahre

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Potenzial in Südostasien

Unserer Meinung nach verfügen neben China auch viele andere Schwellenmärkte über ein erhebliches Wachstumspotenzial.

Südostasien zum Beispiel weist gerade außerhalb der traditionellen Wirtschaftszentren ein bemerkenswertes Wachstum und Wohlstand auf. Hier beginnen in der Vergangenheit unterentwickelte Regionen erheblich aufzuholen.

In dieser Hinsicht fällt insbesondere Thailand auf. Hier bewirkten die vom ehemaligen Premierminister Thaksin Shinawatra eingeleiteten Reformmaßnahmen, dass mehr Geld in ländliche Gebiete und in Regionen außerhalb Bangkoks geflossen sind.

Das Land mag sich derzeit politischen Unruhen ausgesetzt sehen, die aktuell auch ein kurzfristiges Risiko für den thailändischen Markt darstellen. Doch unsere langfristigen Aussichten für das Land bleiben positiv.

Unserer Erfahrung nach ist Thailand ein unglaublich widerstandsfähiges Land. Es hat während des letzten Jahrzehnts diverse politische Intermezzos durchlebt und konnte sich immer wieder davon erholen. Wir wüssten nicht, warum das diesmal anders sein sollte.

Jede politische Partei muss die Massen zufrieden stellen. Die politische Führung in Thailand ist dabei keine Ausnahme.

Wir werden die Situation auch weiterhin genau beobachten. Wir denken aber, Thailand wird letztlich seinen Weg aus den aktuellen Spannungen finden.

Unserer Ansicht nach sind die Fundamentaldaten, die grundsätzlichen Gesellschaftsstrukturen und die Argumente für Investitionen in Thailand nach wie vor solide.

Weltweit


Auf dem afrikanischen Kontinent (der grundsätzlich als Grenzmarkt gilt) können wir trotz der Unruhen die positive Entwicklung einiger Unternehmen in Ägypten beobachten. Wir haben daher unsere dortigen Beteiligungen behalten, obwohl die Schlagzeilen bisweilen alarmierend waren.

Ägypten ist ein großes Land mit einer großen Bevölkerung und nimmt angesichts der strategischen und geopolitischen Bedeutung eine Führungsrolle im Nahen Osten ein.

Ich denke, das Land könnte eine glänzende Zukunft haben, sofern sich die Ägypter für freie und faire Neuwahlen unter kontrollierten Bedingungen entscheiden – und nach einer Verfassungsänderung, die eine Partei davon abhält, das Land zu dominieren.

Anderenorts in Afrika haben einige südafrikanische, konsumorientierte Unternehmen begonnen, ein solides Wachstum aufzuweisen – sowohl im Binnenmarkt, als auch im Rahmen von Kampagnen in anderen Ländern des Kontinents.

Kenia ist die Heimat eines revolutionären Modells für mobile Geldanweisungen, das sich nun auch in anderen Ländern ausbreitet. Dies wird wahrscheinlich Auswirkungen für die Schwellenmärkte weltweit haben.

Es gibt in Afrika viele Länder und Unternehmen deren Betrachtung sich lohnt und wir freuen uns darauf, dies im kommenden Jahr zu tun. Wir glauben, hier lässt sich noch viel erreichen!

Die Mikrofinanzinitiativen in Bangladesch, ein Grenzmarkt in Asien, sind unserer Ansicht nach mit Recht in aller Munde und finden nun auch ihren Weg in andere Regionen des Schwellenmarkt-Universums.

Im vergangenen Jahr ist generell viel Geld in die Grenzmärkte geflossen. Die Bewertungen sind in einigen Märkten somit gestiegen. Wir müssen also auch auf Situationen achten, die zu Korrekturen führen könnten.

Russland behält, aufgrund des Bestrebens der politischen Führung nach mehr Auslandsinvestitionen, seine schrittweisen Reformen bei. Die Anleger blieben jedoch dessen ungeachtet vorsichtig. Die Bewertungen russischer Aktien lagen daher unserer Ansicht nach Ende des Jahres 2013 insgesamt außergewöhnlich niedrig.

Wir glauben, Zentral- und Südamerika könnten Anlegern ebenfalls attraktive langfristige Anlagegelegenheiten in mehreren Sektoren und Ländern bieten.

Mit dem sich entwickelnden Verbraucherverhalten in Brasilien und dem steigenden Pro-Kopf-Einkommen erwarten wir für das Land nicht nur einen hohen Konsum von in Brasilien hergestellten Produkten (Verbrauchs- und langlebige Güter), sondern auch von Importprodukten aus regionalen und globalen Märkten.

Außerdem finden in Brasilien 2014 die Fußballweltmeisterschaft und 2016 die Olympischen Sommerspiele statt. Aufgrund dessen konnten wir erhebliche Infrastrukturinvestitionen im Land beobachten und erwarten noch weitere. Das sollte das Wirtschaftswachstum der kommenden Jahre antreiben, was unserer Meinung nach langfristig die Basis für ein höheres, nachhaltiges Wachstum stärken wird.

Der mexikanische Markt profitierte unlängst von einem großen Anlegerinteresse – insbesondere auch aufgrund der verbesserten Aussichten in Amerika – Mexikos wichtigstem Handelspartner. Mexikos Wettbewerbsfähigkeit bei amerikanischen Exporten hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert.

Viele Unternehmen erweitern kontinuierlich ihre operative Tätigkeit in Mexiko zur Herstellung von Produkten mit hohem Mehrwert, wie Kraftfahrzeuge, Flugzeuge und medizinische Geräte.

Mittel- und langfristig gehen wir davon aus, dass sich dieser Trend weiterentwickeln wird. Eine längere Phase höherer wirtschaftlicher und politischer Stabilität ermöglichte es der Regierung außerdem sich auf die Durchführung lang erwarteter Reformmaßnahmen zu konzentrieren.

Gemäß den Erwartungen wird sich die Umsetzung wichtiger Reformen in naher Zukunft fortsetzen. Dies dürfte sich schnell auf die staatlichen Haushaltsmittel auswirken und das Bruttoinlandsprodukt-Wachstum langfristig steigern.

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