Schwellenmärkte: Angstindex VIX springt auf Ausverkauf

Die Volatilität bei Aktien von Indien über Brasilien bis hin zur Türkei hat zuletzt so stark zugenommen wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Die Turbulenzen weiten sich über die globalen Märkte aus, inmitten eines Ausverkaufs bei Währungen aus Schwellenländern und der wachsensenden Sorge um die chinesische Wirtschaft.

Der Chicago Board Options Exchange Emerging Markets ETF Volatility Index stieg in der vergangenen Woche um 40 Prozent auf 28,26, zeigen Daten von Bloomberg. Das war der stärkste Zuwachs seit September 2011.

Die pessimistischen Wetten in dem zugrunde liegenden ETF übertrafen die optimistischen Positionen so deutlich wie seit Juli nicht mehr - es gab etwa 60 Prozent mehr Verkaufsoptionen (Put) als Kaufoptionen (Calls).

Die Abwertung des argentinischen Pesos, jüngste Daten, die eine mögliche Schrumpfung im verarbeitenden Gewerbe von China signalisierten, sowie Rückgänge von der türkischen Lira bis hin zum südafrikanischen Rand haben das Vertrauen der Anleger erschüttert.

Die Börsen in Schwellenmärkten stehen unter Druck, seit die Federal Reserve im Mai eine Drosselung ihrer Anleihekäufe signalisiert hatte. Denn die Fed-Bondkäufe hatten die Nachfrage nach hochrentierlichen Anlagen befeuert. Der MSCI-Index der Schwellenmärkte war letzte Woche um 2,3 Prozent gefallen.

“Es herrscht die Sorge vor, dass der Abwärtstrend anhalten könnte”, sagte Walter “Bucky” Hellwig, Portfoliomanager von BB&T Wealth Management in Birmingham, Alabama, im Interview mit Bloomberg News. “Absicherungen werden gekauft und Wetten abgeschlossen, dass dem so sein wird.”

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