Said Yakhloufi ist seit dem Frühjahr 2019 Geschäftsführer bei Scope. | © Scope Foto: Scope

Scope-Geschäftsführer im Gespräch

„Eine Menge Fonds laufen langfristig besser als der Markt“

DAS INVESTMENT: Sie haben mit dem Scope-Explorer eine Plattform für Fonds eingeführt, auf der Sie Fonds detailliert darstellen und auch ihr hauseigenes Rating angeben. Was sagt mir so ein Rating?

Said Yakhloufi: Ein Scope-Rating spiegelt die Qualität eines Fonds wider. Unsere seit mehr als 20 Jahren etablierte Rating-Methodik verdichtet die wichtigsten Rendite- und Risikoaspekte eines Fonds. Insgesamt fließen zwölf Kennzahlen in die Bewertung ein. Dabei schauen wir nicht nur auf die Performance und die Volatilität, sondern vor allem auch darauf, wie stetig die Performance erzielt wird und wie sich der Fonds in Stressphasen verhält.

Vergangene Leistungen sind aber kein Indikator für die Zukunft.

Yakhloufi: Vergangene Leistungen sind keine Garantie für künftige Leistungen. Eine Indikation für künftigen Erfolg erlauben sie jedoch sehr wohl. Unsere Beobachtung ist, dass Fonds mit Top-Rating häufiger den Marktdurchschnitt schlagen und im Durchschnitt ein signifikant besseres Rendite-Risiko-Profil aufweisen als Fonds ohne Top-Bewertung.

Indexanleger glauben nicht an dauerhaften Erfolg aktiver Fonds.

Yakhloufi: Es gibt in der Tat viele Fonds am Markt, die nach Kosten ihren Vergleichsindex nicht oder nur selten schlagen können. Dies trifft vor allem auf Fonds zu, die zwar aktives Management für sich reklamieren, denen aber die Kompetenzen, Erfahrung und Ressourcen fehlen, um Outperformance nach Kosten zu erzielen. Allerdings dürfen wir uns von diesen Produkten nicht den Blick auf jene verstellen lassen, die über lange Zeit besser als der Markt abschneiden. Und davon gibt es auch eine Menge. Von den Fonds, die Scope im September 2014 mit dem höchsten Rating bewertete, konnten drei Jahre später noch 70 Prozent ein Top-Rating vorweisen. Fünf Jahre später waren es noch 45 Prozent. Zum Vergleich: Über alle rund 6.000 bewerteten Fonds liegt die Top-Rating-Quote bei nur einem Drittel.

Sie sehen sich auch Fondsmanager an und lassen qualitative Analysen ins Rating einfließen.

Yakhloufi: Ja, denn zahlreiche Studien und wissenschaftliche Auswertungen zeigen, dass die Berücksichtigung von qualitativen Analysen im Rating die Prognosegüte noch einmal deutlich erhöht.

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