Scope: Mindestanlagesumme von geschlossenen Fonds sinkt

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Auch für die Branche der geschlossenen Fonds war die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 eine Talfahrt. Das platzierte Eigenkapital sank seit 2007 um mehr als 40 Prozent.

Die Emissionshäuser von geschlossenen Fonds reagierten. Sie brachten vermehrt Beteiligungsangebote aus sicherheitsorientierten Segmenten wie Immobilien und Energie auf den Markt. Um aber auch die Kundenbasis zu verbreitern, senkten sie die Mindestanlagesumme für Anleger, so die Rating-Agentur Scope Analysis.

Konkret fiel die Mindestanlagesumme von Publikumsfonds von 2007 bis 2010 um 15 Prozent auf rund 12.600 Euro im Durchschnitt. Besonders stark fiel sie bei Immobilien- und Leasingfonds. Während die traditionell niedrige Mindestanlagesumme von Energiefonds nahezu unverändert blieb, stieg sie bei Schiffsfonds sogar. Das hänge mit den am Markt verbliebenen Initiatoren zusammen, die zu den erfahreneren gehören und generell höhere Mindestanlagesummen ausweisen, heißt es von Scope Analysis.

Kritisch sieht die Rating-Agentur den Trend zu Sparplänen bei geschlossenen Fonds. Zielgruppe sind Kunden mit einem geringeren Vermögen, die sich oftmals aber nicht über das unternehmerische Risiko eines geschlossenen Fonds bewusst seien.

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