Themen
TopThemen
Fonds
Fondsanalyse
Mediathek
Märkte
Finanzberatung
Versicherungen
Boulevard
Experten
Denker der Wirtschaft
Krypto
Services
Academy Newsletter Veranstaltungskalender Finanz-Charts Globale Märkte Krypto-Kurse (in Echtzeit) Währungen (in Echtzeit)

Scope Rating

Vertrieb für geschlossene Publikumsfonds lahmt

//

Gerade einmal fünf geschlossene Fonds, sogenannte Publikums-AIFs (Alternative Investment Fund) kamen im dritten Quartal auf den Markt. Das geht aus einer Untersuchung der Rating-Agentur Scope hervor. Dabei handelt es sich um einen Immobilienfonds (Immac Austria Sozialimmobilie XIV), eine Container-Beteiligung (Buss - Investment 1), ein Erneuerbare-Energie-Produkt (Ökorenta Erneuerbare Energien VIII) und zwei Private-Equity-Fonds (WealthCap Private Equity 19 und 20). Das Eigenkapital der fünf Produkte beläuft sich laut Scope auf 106,3 Millionen Euro.

Im Vergleich zum Vorquartal ist das ein massiver Rückgang: Zwischen April und Juni brachten die Emissionshäuser noch 14 geschlossene Fonds mit einem Eigenkapitalvolumen von insgesamt 355 Millionen Euro auf den Markt.

Doch woran liegt die Zurückhaltung der Produktanbieter? Scope Ratings gibt dem Vertrieb die Schuld. Von den 38 geschlossenen Publikums-AIF, die seit Inkrafttreten des KAGB im Juli 2013 aufgelegt und von Scope untersucht wurden, befinden sich noch 24 in der Platzierung. Sieben Fonds sind bereits länger als ein Jahr im Vertrieb. 14 Produkte wurden vollständig platziert. Dabei reichte die Vertriebsdauer von einem halben Monat bis zu 16 Monaten. Vor allem Produkte, die das gesamte Vermögen in ein einziges Objekt anlegen, haben Platzierungsschwierigkeiten. Fonds hingegen, die das Risiko streuen, also in mehrere Objekte investieren, sowie Nischenprodukte, die zum Beispiel auf Pflegeimmobilien setzen, erzielen laut Scope einigermaßen gute Vertriebsergebnisse.

Doch der Vertrieb ist nicht das einzige Problem der Fonds-Anbieter. Auch die Schwierigkeiten, Sachwerte wie Immobilien & Co. zu attraktiven Preisen zu erwerben, halten laut Scope Emissionshäuser vor weiteren Beteiligungsangeboten ab. 

Mehr zum Thema
nach oben